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«Der weiße Schmerz»von Ingmar Bergman, Ingrid Bergman und Maria von RosenAls bei Ingrid Bergman, der fünften Frau des großen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman, (nicht etwa der berühmten Schauspielerin gleichen Namens) im Herbst 1994 ein bösartiger Tumor im Magen diagnostiziert wurde, wusste sie nicht, dass sie nicht einmal mehr ein halbes Jahr zu leben hatte. Es begab sich, dass sowohl Ingrid als auch Ingmar Bergman, ebenso wie ihre einzige gemeinsame Tochter Maria unabhängig voneinander seit Jahren regelmäßig Tagebuch führten. Angesichts der elementaren, universalen Erfahrung des Sterbens mag es deshalb trotz allem als glückliche Fügung gelten, dass sich Ehemann und Tochter der Verstorbenen zehn Jahre nach deren Tod, als Teil der Trauerarbeit, wie Bergman in seinem Vorwort erklärt, dazu durchringen konnten, die drei Tagebücher einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Überflüssig zu sagen, dass die Tagebücher, parallel nebeneinander, vom Tag der Diagnose bis zum Tag des Todes, im wesentlichen so wiedergegeben wurden, wie sie ungedruckt vorlagen: trotz aller Kürze ungekürzt, samt aller Unzulänglichkeiten, bitterer Wahrheiten und Widersprüche sowie des großen, mal wütenden, dann wieder resignierten inneren und äußeren Anrennens gegen das absolut Unausweichliche. Das Ringen um die Aufrechterhaltung einer gewissen Normalität mit Hilfe von Alltagsritualen. Auf diese Art ist ein beeindruckendes, den Leser überaus bereicherndes Dokument von großer Intensität und erstaunlicher gedanklicher Klarheit und emotionaler Tiefe entstanden, das mit wenigen Worten genau das ausdrückt, was zu sagen ist, ein Bergmansches Kammerspiel mit literarischen Mitteln, wie es Henning Mankell in seinem lesenswerten, ebenso knapp-präzisen Nachwort beschreibt: «Wenige Menschen, eine ständig anwesende Landschaft, große Abstände zwischen den Menschen, aber auch überraschende Nähe, Einsichten, neue Hoffnung, Versöhnung.» Ein großes, reifes und mutiges Geschenk an uns Leser «Der weiße Schmerz»
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