«…vieles liegt einfach nur herum!»

Gabriel Heim, einziger jüdischer Fernsehdirektor Deutschlands, stellt sich neuen «Aufforderungen an sich selbst»

 

Gabriel Heim beim RBB-Lauf 2005. Foto: RBB

Laufend klingelt das Telefon: Entweder ist es seine Sekretärin aus Potsdam oder das Berliner Vorzimmer. Gabriel Heim hat zwei Büros und in beiden offensichtlich viel zu tun. Bis zu seinem letzten Arbeitstag als Fernsehdirektor des RBB - Rundfunk Berlin- Brandenburg wird er ein vielbeschäftigter Mann sein. Ende des Monats verlässt der 58-Jährige den Sender, um sich neuen Aufgaben zu stellen. Damit endet die Amtszeit des bislang einzigen jüdischen Fernsehdirektors einer ARD-Anstalt. Ich will eingangs wissen, was so ein Fernsehdirektor eigentlich macht. Er sei als gewähltes Mitglied der Geschäftsleitung des Senders verantwortlich für die Inhalte aller Fernsehsendungen, erklärt Heim, auch für deren wirtschaftlichen Rahmen als Arbeitsgrundlage für Redakteure, Produzenten, Produktionsleiter und deren Teams.

«Das sind zwei ganz unterschiedliche Schuhe, mit denen ich da leben muss», lächelt Heim verschmitzt. Schuhe: Gutes Stichwort. Heim hat sich nicht nur für die RBB-Laufbewegung stark gemacht, sondern ist oft auch selbst dabei, wenn alljährlich seit 2002 Deutschlands größter Lauf- und Walkingtreff für Laufeinsteiger, Hobbyläufer, Nordic-Walker und erfahrene Marathonis Bewegung, frische Luft und Spaß unter Gleichgesinnten vereint. Jeden Samstag um 14.00 Uhr trifft sich die RBB-Laufbewegung in Berlin, Cottbus und Frankfurt an der Oder und sonntags um 10.00 Uhr in Brandenburg an der Havel. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Einstieg ist jederzeit möglich. Nein, ein starrer Verein sei das nicht, «einfach vorbeikommen und mitmachen», meint Heim auffordernd - und bei mir macht sich schlechtes Gewissen breit. Ehrenamtliche, erfahrene Betreuer der Laufbewegung stehen den Enthusiasten an allen Standorten zur Seite, geben wichtige Tipps zu Technik oder Training, zu richtigen Laufschuhen und -kleidung sowie zu Motivations- und Taktikfragen.

Gabriel Heim Foto:privat

Heims sportliches Engagement hat ganz unmittelbar mit seinem Job zu tun. «Das ergibt sich aus meiner Vita: Ich habe immer sehr programmnahe Ambitionen verfolgt, habe offensiv inhaltliche Gestaltungslinien des Fernsehangebotes entwickelt, wo immer es sich anbot und für den Zuschauer interessantere Sendungen versprach.» Besonders gut sei das bei der Fusion der ehemaligen Sender ORB - Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg und SFB - Sender Freies Berlin gelungen. «Im Jahre 2004 haben wir ein Dutzend neuer Fernsehformate in einem knappen halben Jahr gestaltet - und fast alle sind von den Zuschauern im neuen RBB gut angenommen worden», erklärt er, nicht ohne Stolz auf sich und seine Mitarbeiter. In beiden Sendern habe es hohe Erwartungshaltungen an die Fusion gegeben, ebenso bei den verschiedenen Zielgruppen: «Wir hatten es ja nicht nur mit einer „einfachen" Zusammenlegung zweier Sender zu tun, so etwas hat es schon anderswo gegeben. Hier ging es einerseits darum, die Redaktionskulturen der ORB-Mitarbeiter, von denen viele aus dem ehemaligen DDR-Fernsehen kamen, mit denen ihrer alten West-Berliner Kollegen sinnvoll in Einklang zu bringen. Vor allem aber ist es uns darum gegangen, die komplett unterschiedlichen Zuschauergruppen aus dem ehemaligen West-Berlin, dem ehemaligen Ost-Berlin und schließlich aus dem Bundesland Brandenburg „unter einen Hut" zu kriegen. Dabei kamen die Brandenburger auch noch aus ganz verschiedenen Strukturen: die Nordwestbrandenburger, etwa in der Prignitz, waren durch die Anbindung an den DDR-Bezirk Schwerin sehr mecklenburgisch orientiert, ganz im Gegensatz etwa zu den Sorben, die enge Beziehungen ins Nachbarland Polen unterhalten oder den Zuschauern im «Speckgürtel», deren Sehgewohnheiten durch die Berlin-Nähe geprägt wurden.»

Heute habe man im RBB den größten Teil der Wegstrecke einer gelungenen Fusion zurückgelegt, könne jetzt «Zuwendung und Interesse der Fernsehzuschauer ernten» und von den Innovationen in der Programmentwicklung und -gestaltung profitieren. So sei etwa mit dem Magazin «zibb - zu Hause in Berlin und Brandenburg» ein öffentlich-rechtliches Boulevardmagazin gelungen, das seinesgleichen in der ARD-Landschaft suchen könne. Andere Ideen, etwa einer großen Talkshow, seien wieder verworfen worden.

Ein wichtiges Gremium bei der Begleitung dieser Fusion und der Neugestaltung des Programmangebotes sei der Rundfunkrat, erklärt Heim. In ihm sind alle - wie es so schön heißt - «gesellschaftlich relevanten Gruppen» vertreten. Nur die Juden nicht! Alexander Brenner, heute Vorsitzender des Kuratoriums unserer Zeitung, war der letzte. «Ich halte es für unerträglich, dass sich die drei jüdischen Gemeinden in unserem Sendegebiet nicht auf einen Vertreter einigen können, und der Platz des jüdischen Delegierten im Rundfunkrat seit bald zwei Jahren unbesetzt ist. Ein Unikum in der deutschen Fernsehlandschaft, aber ein sehr skandalöses», so Heim, der von Bemühungen berichtet, zwischen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden Brandenburg und der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Isroel einen Konsens herbeizuführen.

Gabriel Heim wurde 1950 als Sohn einer aus Berlin emigrierten jüdischen Feuilletonjournalistin und eines Schweizer Juden geboren. Er studierte zunächst in Zürich Geschichte und Publizistik, später an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Im Anschluss war Heim zehn Jahre freiberuflich als Autor und Produzent von Dokumentarfilmen und Fernsehfeatures für die ARD tätig. Soziales und Kulturelles habe er dabei immer in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt und sozialkritische Ansätze verfolgt.

In dieser Zeit war Heim Drehbuchstipendiat der Bayerischen Filmförderung und unter anderem als Regieassistent bei Peter Lilienthal für dessen Film «David» tätig. Der Streifen beschreibt den beginnenden Nationalsozialismus aus der Sicht des jungen David Singers, Sohn eines Rabbiners: erste antisemitische Demonstrationen, dann brennende Synagogen, schließlich die Deportation von Davids Eltern. Unter falschem Namen arbeitet der Junge in einer Berliner Fabrik. Er wagt es, sich seinem Chef anzuvertrauen, bekommt von ihm falsche Papiere und kann 1943 aus Deutschland entkommen. «Nicht nur das Thema war sehr anspruchsvoll, auch die Produktionsbedingungen: Wir haben in Schwante in der damaligen DDR gedreht und sind ständig zwischen vier „Realitäten" hin- und hergesprungen: Unserem Alltagsleben im damaligen West-Berlin, dem skurrilen Ablauf am DDR-Grenzkontrollpunkt an der Bornholmer Straße, dann dem „filmischen" Berlin in den frühen 1940er Jahren unter den Nazis und schließlich den Produktionsbedingungen in einem DDR-Dorf.» Der Film «David » gewann 1979 vielbeachtet den «Goldenen Bären» bei den Berliner Filmfestspielen.

1985 wechselte Heim, der bis heute schweizer Staatsbürger ist, als Auslandsredakteur zum Schweizer Fernsehen nach Zürich. Dort arbeitete er als Reporter und Reisekorrespondent mit den Berichtsgebieten USA und Naher Osten für das Auslandsmagazin des Senders, berichtete speziell aus Israel und auch Jordanien. «Das war genau in der Zeit der Ersten Intifada und vor allem für meine Familie nicht einfach. Meine Frau blieb mit unseren drei Kindern schließlich in der Schweiz zurück - und ich fuhr immer hin und her.» Als Jude sei man in diesem Konflikt «näher d'ran und zugleich emotional offener» gewesen, meint Heim. «Guter Journalismus bedingt Distanz zum Gegenstand, über den man berichtet, und zugleich Gerechtigkeit gegenüber allen Beteiligten, sofern es das überhaupt geben kann. Ich glaube, diese Gratwanderung ist mir gut gelungen!» Aus den USA konnte Heim über die Treffen zwischen den Präsidenten Gorbatschow und Reagan berichten. «Freundschaften aus dieser Zeit in Nahen Osten, in Israel und den USA, kollegiale, politische wie persönliche, wirken bis heute nach», sinniert Heim. Wie für alle Diaspora- Juden bedeute Israel für ihn nach wie vor eine große Sehnsucht, denke er an das ganz besondere Licht der Sonnenuntergänge, erinnere er sich an die Gerüche. Eine «tiefe Unruhe» bewege ihn heute: Wenige Tage vor dem 60. Jahrestag der Staatsgründung wünsche er dem Land «nicht mehr, aber auch nicht weniger als friedliche Koexistenz mit allen seinen Nachbarn. Und das wieder: wie alle anderen Diasporajuden auch, und nicht nur sie, da bin ich mir ganz sicher».

1991 übernahm Gabriel Heim in Köln die Redaktionsleitung eines wochenaktuellen TVInformationsmagazins für das Hamburger Verlagshaus Gruner & Jahr. Ein Jahr später wurde er von Fritz Pleitgen, dem vormaligen Intendanten des Westdeutschen Rundfunks WDR und ARD-Vorsitzenden, zunächst als Leiter der Redaktionsgruppe Wirtschafts- und Sozialpolitik zum WDR nach Köln geholt. In dieser Zeit moderierte er das ARD-Magazin «Plusminus» und war Kommentator bei den ARD-Tagesthemen - unter anderem sprach er den Kommentar zum ersten Welt-Holocaustgedenktag. Für eine Fernsehdokumentation zum israelisch-palästinensischen Konflikt erhielt Gabriel Heim 1990 den Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung. Seit 1997 leitete er die Abteilung Programmplanung und Controlling und war ab dem Jahre 2001 Programmchef beim WDR-Fernsehen. Dann folgte er der Berufung nach Potsdam.

Der in Zürich Aufgewachsene erinnert sich, dass die jüdische Herkunft der Familie eine große Rolle in seiner Kindheit und Jugend gespielt habe, ein sehr zionistisches Umfeld sei es gewesen. «Ich bin ziemlich behütet aufgewachsen, der Holocaust spielte, Gott sei Dank, keine so erdrückende Rolle, wie er in anderen Familien zwangsläufig spielen musste. Wir hatten das große Glück, nicht viele Familienmitglieder verloren zu haben, die Familie war „relativ" intakt, aber meine Großmutter ist deportiert worden», berichtet er. «Später, beim Studium in München Mitte der 1970er Jahre, bin ich mit dem Holocaust sehr viel mehr konfrontiert worden, aber eher von der „anderen Seite": Zwangsläufig gab es Begegnungen mit alten Nazis, und einige meiner Kommilitonen hatten über ihre Eltern und Großeltern Verstrickungen bis in die höchsten Kreise des Hitler- Regimes. Das waren Erfahrungen, die ich in der Schweiz niemals hätte machen können.»

In der Schweiz seiner Jugend sei die Aufarbeitung der Zeit zwischen 1933 und 1945 kaum ein Thema gewesen. Erst seit der Mitte der 1970er Jahre gebe es erste Anzeichen dafür, sich mit den Geschehnissen zu befassen, auch der zuweilen sehr ablehnenden offiziellen Politik und öffentlichen Meinung gegen jüdische Flüchtlinge und jüdische Zuwanderung, was für sehr viele den Tod bedeutet hatte. Dafür sei unter den jungen Leuten Mitte der 1960er Jahre die Stimmung sehr proisraelisch gewesen: «Am Tag, als der Sechs-Tage-Krieg ausbrach, war ich knapp 16 Jahre alt und Gymnasiast in Zürich. Da war die Stimmung sehr für die Israelis, es hat spontane Sammlungen gegeben, die ganze Schule ist von einer unglaublichen Sympathie erfasst worden, so etwas habe ich viel mehr und viel eher erlebt.»

«Als Jude hat man ein Weltbild und eine kulturelle Qualität, die sich nicht nur in jüdischen Themen darstellt», erklärt mir Heim, als ich ihn frage, wie sehr die Jüdischkeit seine berufliche Entwicklung geprägt habe. «Die Gestaltungskraft, der jüdische Geist, befruchtet unsere ganze Gesellschaft»: So habe er es erreichen können, Gestaltungsrahmen zu schaffen, jüdische Akzente im Programm zu setzen und sich dabei in hohem Maße für die kulturellen Leistungen des heutigen Judentums engagieren zu können. Jahrestage und Feste der Juden habe er mit seinen Kollegen in der Öffentlichkeit verankern können. «Ich bin sehr stolz darauf, daß der RBB auf meine Tatkraft hin gemeinsam mit Arte nun endlich einen großen Dokumentarfilm über den jüdischen Friedhof Weißensee beauftragt hat. Der Film wird sicherlich 2010 eine glanzvolle Premiere erleben.» Auch die Elblandfestspiele begleiteten seine Fernsehdirektion seit vielen Jahren: Das im nordwestlichen Brandenburg beheimatete Festival der Operette und Filmmusik widmet sich immer wieder jüdischen Komponisten und Kompositionen, zelebriert seine Open-Air-Konzerte in der vom jüdischen Kaufmann und Eisenbahnmagnaten Salomon Herz erbauten «Alten Ölmühle».

Aber: «Im Kern werde ich keine spezielle Auseinandersetzung mit „jüdischen Themen" forcieren. Es ist viel wichtiger, im Dialog vieler Sendeformen die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt auf den richtigen Weg zu bringen.» Die anderthalbstündige Kulturmatinee jeden Sonntag oder die Sendung «Im Palais » seien sehr gelungene Beispiele dafür. «Es geht uns darum, mit Dokumentationen zur Geschichte und über das aktuelle Judentum, Impulse zum Nachdenken und zum Handeln zu geben.» Dem Ganzen liege seine persönliche Vita und auch seine geistige Haltung zu Grunde, die für die Qualität der Inhalte stehe, die er zu verantworten habe.

Einfach sei das keinesfalls, zumindest nicht immer. «Es gibt für mich relativ häufig wichtige Anlässe, mich „zu stellen", sagen wir besser: zu bekennen: Viele Kollegen haben eine sehr israelkritische Haltung, zuweilen sogar eine dezidiert proarabische. Oft kommt es zu harten und intensiven Diskussionen, aber niemals sind mir antisemitische Tendenzen innerhalb der ARD-Sender begegnet. Wenn etwas „passiert" ist, wenn es Untertöne, ja zuweilen Entgleisungen, gegeben hat, dann war das Unwissenheit oder Dummheit - und ich habe eingegriffen, als Verantwortlicher und als Jude.» Dennoch habe er sich niemals als «Vorzeigejude » der ARD gefühlt.

Nun geht er. Nach 20 Jahren in ARDAnstalten wolle er «Gemachtes und Gelerntes, meine Gestaltungskraft und Kompetenz, stärker mit meinem Innenleben in Einklang bringen, ich will mein Leben „entschleunigen"». Klingt nicht so einfach - und soll es auch nicht sein. Der knapp 60-Jährige hat schließlich keinesfalls vor, sich zur Ruhe zu setzen. Er wird in Berlin bleiben, ist im wahrsten Sinne des Wortes «heim»-isch geworden, angekommen, wie es so schön heißt, auch eines seiner drei Kinder lebe hier, sein Sohn, der übrigens viel religiöser sei, als er selbst. «Ich will mich intensiver der jüdischen Lebenskultur zuwenden, weit über die Familientradition hinaus». Heim möchte sich der Aufarbeitung des frühen jüdischen Medienschaffens, dem Hörfunk, den Schallplattenfirmen, den Filmen und Tondokumenten, zuwenden. «Das Lebendige und Lebensnahe unserer kulturellen Vergangenheit muss wieder stärker sichtbar gemacht werden, erfahrbarer. Aber nicht nur das: Es soll auch Spaß machen!»

Die Idee und der Spaß hierfür seien ihm gekommen, als er seine Mutter, damals noch Schauspielschülerin, in dem 1931 gedrehten Film «Mädchen in Uniform» wiedererkannt hatte. Der Streifen nach dem Schauspiel «Gestern und heute» von Christa Winsloe war der erste deutsche zu kommerziellen Zwecken produzierte Film. Die Berliner «Deutsche Film-Gemeinschaft» war seinerzeit eigens für diesen Film gegründet und danach wieder aufgelöst worden. Solche Mediengeschichten will er aufstöbern und aufarbeiten. «Ich bin in den Medien und in der Politik gut vernetzt und verknüpft», meint er, wenn er seine Vision beschreibt, die er als «Aufforderung an mich selbst» bezeichnet. «Vieles werd' ich erst finden müssen, vieles zusammensammeln, vieles liegt aber auch einfach nur herum.» Wer auch immer von seinen Ideen erfährt - und ab dem Monat Mai wird Gabriel Heim viel unterwegs sein und darüber sprechen - könnte aus diesen Zeilen in den Sinn kommen, was Heim vom ersten Tag des Sechs- Tage-Krieges erzählt hat, von der spontanen Sammlung in seinem Gymnasium. «Derzeit suche ich Mitstreiter», stellt Heim ganz klar in den Raum, «auch Geld».

Gestaltungsdrang habe er schon immer gehabt und Berlin sei ein guter Ausgangspunkt für eine europäische Aufarbeitung der jüdischen Mediengeschichte. Seine Mutter war Berlinerin und «für mich gibt es keine Zufälle! Das, was ich sehe, veranlasst mich immer, es genauer zu betrachten.» Auf Grundlegendem werde er sein künftiges Tun basieren lassen. Von mir befragt, was er in wenigen Tagen, am 8. Mai, Israels 60. Unabhängigkeitstag, tun werde, überlegt er deshalb nicht lange: «Ich werde in der Autobiographie von Amos Oz lesen und mir das Kapitel zur Proklamation der Unabhängigkeit Israels vornehmen.» Kein schlechter Neuanfang für Gabriel Heim, mit dem wir uns für den Herbst erneut verabredet haben, um zu hören, was aus ihm und seinen Ideen geworden ist...

Lutz Lorenz

«Jüdische Zeitung», Mai 2008