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«Nur einen Tag noch»von Mitch AlbomDer amerikanische Schriftsteller Mitch Albom hat sich mit seinen beiden internationalen Bestsellern «Dienstags bei Morrie» und «Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen» einen Namen als Chronist der kleinen alltäglichen menschlichen Katastrophen und als zuverlässiger literarischer Seelentröster gemacht. «Hier spricht der kleine Prinz, nachdem er erwachsen geworden ist», schrieb das Hamburger Abendblatt. Seine Bücher sind auf eine befreiende Art und Weise sentimental und obwohl sie sich immer am Abgrund des Kitschs bewegen, gelingt es Albom, im Leser eine Art natürliches Bewusstsein für die wichtigen Fragen des Lebens aufzuwerfen. Zwar ist der Autor thematisch dem klassischen «Amerikanischen Traum» oder dessen Verlust verhaftet, dennoch sind seine Bücher um ein vieles zugänglicher als etwa die Romane von Paulo Coelho. In seinem neuen Buch «Nur einen Tag noch» lässt er einen gescheiterten Baseballprofi und Handelsvertreter namens Chick Benetto zu Wort kommen, der vom Auseinanderbrechen seiner Familie, seinem Alkoholismus und einem misslungenen Selbstmord berichtet. Während er im Koma liegt, hat er ein wundersames Nahtoderlebnis, in dessen Verlauf er zehn Jahre nach dem Tod seiner Mutter einen letzten Tag mit ihr verbringen darf. Alte Wunden brechen auf, schmerzhaft Versäumtes wird nachgeholt und Ungesagtes endlich ausgesprochen. Als Benetto schließlich im Krankenhaus erwacht, hat sich sein Bewusstsein vollkommen gewandelt. Mitch Alboms Roman ist in gewisser Weise trivial, gleichzeitig aber durch eine sich am Ende als sehr durchdacht erweisende Erzählkonstruktion und durch seine mitfühlende, direkt ansprechende, amerikanische Art sehr bewegend. «Nur einen Tag noch» ist die ideale Lektüre für gestresste und emotional überreizte Leser. «Nur einen Tag noch» aus dem Amerikanischen
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