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Das Geheimnis der Roten Kuh Sidra Chukkat Sonnabend, den 5. Juli 2008 den 2. Tammus 5768 Toralesung: Num 19:1-22:1 Haftara: Schoftim 11:1-33
Das Kapitel der Roten Kuh, mit dem unsere Sidra beginnt, ist eines der geheimnisvollsten der Tora. Unsere Weisen bemerkten, es gehöre zu jenen Angelegenheiten, die selbst die Weisheit der weisesten Menschen nicht ausloten können: «Rabbi Isaak eröffnete mit dem Text: „Dies alles versuchte ich im Blick auf die Weisheit; Ich sage (mir): Ich möchte Weisheit erlangen! Aber sie blieb mir fern" (Prediger 7:23). So sprach Salomon: Ich verstand die ganze Tora. Als ich aber zum Kapitel über die Rote Kuh kam, suchte ich, sondierte ich, stellte ich in Frage. „Ich sagte, ich möchte Weisheit erlangen, aber sie blieb mir fern."» (Jalkut Shimoni) Auch wir werden nicht vorgeben, dieses Kapitel vollständig auszuloten, wollen aber einige Beobachtungen unserer Kommentatoren und Weisen dazu präsentieren. Rabbi Joseph Bechor Shor (einer der Tossafisten) nahm einen völlig rationalen Standpunkt ein: «Die Riten hinsichtlich der Roten Kuh wurden geschaffen, um eine Vereinigung mit einem Toten, verursacht durch die Liebe für den Dahingeschiedenen und übergroßen Kummer, hintanzuhalten. Außerdem sollte das Volk keine Praxis aus der Konsultation Toter oder Familiengeister machen. Der Text bezeichnet die Schändung eines Toten als beschmutzender als alle anderen Schändungen. Sie ist die Hauptquelle der Unreinheit für Menschen, Gefäße und die Anwesenheit des Leichnams im Zelt genügte. Auch aus Respekt sollte das Volk keine menschliche Haut für Abdeckungen und keine menschlichen Knochen zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen benutzen, so wie wir die Haut von Tieren nehmen. Dies ist respektlos dem Menschen gegenüber. Unsere Rabbinen wiesen auf einen ähnlichen Punkt hin (Hullin 122a): „Warum wurde die Haut eines Leichnams als unrein erklärt? Damit nicht jemand die Haut seiner Eltern als Decke benutzt." Je größer die Liebe, umso größer die Schändung. Daher ist der Text streng in seiner Forderung der Asche der Roten Kuh, die sehr teuer ist.» Die Einleitung könnte als Vereinfachung erscheinen, die den mysteriösen, irrationalen Charakter des ganzen Kapitels nicht berücksichtigt und auch keines der seltsamen Details dieses Ritus erklärt. Andere haben einen allegorischen, homiletischen Zugang gefunden. Der Talmudweise Rabbi Jochanan ben Sakkai nimmt einen Standpunkt weit entfernt von jeder Allegorie ein. Seine Worte sind für uns Heutige sehr lehrreich: «Ein Heide fragte Jochanan ben Sakkai: „Der Ritus, den ihr im Zusammenhang mit der Roten Kuh ausführt, riecht nach Zauberei! Du bringst eine junge Kuh, verbrennst sie, zerreibst sie und nimmst die Asche. Du bespritzt jeden Unreinen mit zwei oder drei Tropfen und sagst zu ihm: Du bist rein." Jochanan ben Sakkai antwortete ihm: „Warst du jemals von einem bösen Geist besessen?" Er antwortete: „Nein." „Hast du jemals einen Menschen gesehen, der von einem bösen Geist besessen war?" Er antwortete: „Ja." „Und was macht ihr für ihn?" „Wir bringen Kräuter und lassen sie unter ihm rauchen, wir schütten Wasser auf ihn, und der Dämon ist exorziert." Er antwortete: „Deine Ohren mögen hören, was dein Mund gesprochen hat. Der Geist der Unreinheit ist wie dein Dämon. Wir besprenkeln ihn mit dem Reinheitswasser und er ist exorziert." Nachdem der Heide gegangen war, fragten ihn seine Schüler: „Ihn hast du mit einem Strohhalm angewehrt, aber welche Antwort gibst du uns?" Er erwiderte ihnen: „Bei eurem Leben, der tote Mensch macht nicht unrein und ebenso wenig macht die in Wasser aufgelöste Asche rein; das Gesetz über die Rote Kuh aber ist eine Verordnung des Ewigen, und es ziemt keinem Sterblichen, die Gründe zum Erlass dieser Vorschrift zu untersuchen."» Der Heide wollte eine rationale Erklärung, die an seinen gesunden Hausverstand appelliert. Die Unreinheit der Tora ist eine Art Krankheit oder Dämon. Die Asche der Roten Kuh ist nicht mehr als eine Kur für die Krankheit, eine Austreibung des bösen Geistes. Aber seinen Schülern, Torastudenten, die das Joch akzeptierten, konnte er die Wahrheit sagen. Unreinheit ist kein integraler Bestandteil der Natur, weder im Leichnam noch in demjenigen, der mit ihm in Berührung kommt. Sie ist kein Geist und keine Pest, die aus dem Leichnam kommen. Die Asche der Kuh und die Wasser des Sündopfers haben keine reinigenden Eigenschaften. Es ist eine göttliche Vorschrift. Das allein bestimmt die Unreinheit des Leichnams und die reinigenden Eigenschaften der Asche. Es ist die Vorschrift, die die menschliche Seele läutert. Wir wollen nicht zu denen gehören, die eine rationale Erklärung für jene Dinge suchen, auf die die Gesetze der Vernunft nicht angewandt werden können. Mögen wir wie die Schüler Jochanan ben Sakkais sein, die das Joch der Chukkim akzeptieren, so wie das Joch der anderen Gebote der Tora.
Fluch und Segen Sidra Balak Sonnabend, den 12. Juli 2008 den 9. Tammus 5768 Toralesung: Num 22:2-25:9 Haftara: Micha 5:6-6:8
Die Geschichte von Bileam präsentiert eine Reihe von Problemen, mit denen wir uns auch schon andernorts beschäftigt haben. Dieses Mal widmen wir unser Studium der Diskussion folgender Frage, die von Abravanel gestellt wird: «Warum hielt Gott Bileam davon ab, die Israeliten zu verfluchen? Warum sollten sie sich um diesen Fluch kümmern, solange der Ewige sein Volk mit Frieden segnet?» Die Tora glaubt nicht an Wahrsagerei und Magie. Nur die heidnischen Götter waren in ihrer Macht eingeschränkt. Diese Macht wurde von okkulten Gesetzen umschrieben. Sie konnten keinen Zauber brechen und die Wirksamkeit einer Verwünschung nicht verschwinden lassen. Das Haus Jakob hatte daran keinen Anteil. Sogar Bileam musste zugeben, «es ist keine Zauberei in Jakob, und keine Wahrsagerei in Israel.» Unsere Sidra ist damit beschäftigt, Aberglauben und magische Praktiken in Misskredit zu bringen. Das ist das Ziel der Geschichte mit der Eselin. Bileam ging aus, um mit seinem Mund ein ganzes Volk zu verfluchen. Er, der Seher und Prophet, der behauptete, die Geheimnisse der Zeit zu untersuchen, konnte nicht einmal sehen, was seine Eselin sah. «Das dümmste Tier trat dem weisesten Menschen gegenüber. In dem Augenblick, als es sprach, war er verdammt.» (Bamidbar Rabbah 20:12) Dieses Ereignis fügt unserer Frage größere Kraft hinzu. Welche Bedeutung konnte dem Fluch einer solchen Persönlichkeit beigemessen werden, und warum war es notwendig, den Fluch in einen Segen zu verwandeln? Einige Kommentatoren meinen, es sei geschehen, um Bileam eine Lektion zu erteilen, dass er nicht sein eigener Herr war. Keine magischen Riten (baue mir sieben Altäre) konnten über den höchsten Herrn die Oberhand gewinnen. Er hatte keine Wahl und musste die Worte stammeln, die ihm der Allmächtige in den Mund legte («Der Ewige legte ein Wort in den Mund Bileams», 23: 5), auch wenn sie das Gegenteil von dem waren, was er sagen wollte. Andere sagen, die Flüche wurden nicht in Segen verwandelt, um Bileam eine Lektion zu erteilen, sondern, um Israel eine Wohltat zu erweisen. Brauchte Israel den Segen? War der Ewige die wahre Quelle aller Segen und war Er es, der Israel segnete? Die Antwort darauf lautet, dass Bileams Worte, objektiv gesprochen, ob Fluch oder etwas Anderes, wirkungslos waren. Es war vom Ewigen abhängig, ob sie Gutes oder Böses bewirkten. Subjektiv gesehen, vom Standpunkt der Israeliten, die in Ägypten mit Zauberei und Aberglauben erzogen worden waren, hatte das Gestammel dieses Chefzauberers der Nationen einen bemerkenswerten Einfluss. Es gibt Autoritäten, die sagen, weder Bileams noch Israels Vorteil waren allein beteiligt. Der Ewige wollte alle seine Geschöpfe vor einem Irrtum bewahren. Er will nicht das Mittel sein, mit dem Aberglauben unterstützt wird. Hätte Bileam verflucht, hätten die Moabiter sicher angenommen, der Grund, warum die Israeliten von einem Angriff Abstand nahmen, wären die Verfluchungen und nicht das Verbot Gottes, Moab nicht zu befeinden und sich mit ihm in eine Fehde einzulassen. Luzzatto folgt dieser Erklärung: «Israel war es verboten worden, Moab anzugreifen. Hätte Bileam verflucht, hätten Moab und Balak mit der Abwehr der Israeliten geprahlt. Sie wären vielleicht sogar soweit gegangen, sie zu bekämpfen, wie es die Edomiter taten. Israel hätte sich zurückziehen müssen und der Name Gottes wäre in Misskredit gebracht worden.» Der Ewige verwandelte Bileams Fluch in Segen, nicht, um Israel vor Kränkung zu retten, sondern alle Völker davor zu bewahren, weiter in Aberglauben geleitet zu werden.
Über den Umgang mit Eifer Sidra Pinchas Sonnabend, den 19. Juli 2008 den 16. Tammus 5768 Toralesung: Num 25:10-30:1 Haftara: 1. Melachim 18:46-19:21
Am Schluss der vorhergehenden Sidra wird erzählt, wie Pinchas in die Bresche stieg, um den Zorn Gottes abzuwehren. In seinem Eifer für seinen Gott erschlug er einen Mann im Antrieb eines Augenblicks, ohne Prozess, ohne eine Warnung auszusprechen, ohne einen Zeugen gehört zu haben und in Herausforderung aller Prozeduren juristischer Untersuchung, wie sie von der Tora beschrieben werden. Durch seine Tat nahm er das Gesetz in die eigene Hand und schuf einen Präzedenzfall von sozialer, moralischer und erzieherischer Tragweite. Aber, wie kommentiert die Tora seine Tat? «Und der Ewige redete zu Mosche also: Pinchas, Sohn Elasar, Sohnes Aharons, des Priesters, hat meinen Grimm abgewendet von den Kindern Israel, indem er eiferte an meiner Statt unter ihnen, dass ich nicht aufrieb die Kinder Israel in meinem Eifer.» (25: 10-11) Es klingt seltsam, dass für eine solche Tat eine solche Belohnung beschrieben wird. Die Weisen des Jerusalemer Talmud stellen fest, Pinchas‘ Tat fand nicht die Zustimmung der religiösen Führer seiner Zeit, das heißt von Mosche und den Ältesten. Einer von ihnen geht so weit, zu sagen, dass sie ihn ausstoßen wollten, wäre nicht der Heilige Geist dazwischengesprungen und hätte erklärt: «Und es sei ihm und seinem Samen nach ihm der Bund eines ewigen Priestertums; dafür, dass er geeifert hat für seinen Gott, und gesühnt hat die Kinder Israel.» (25:13) Rabbiner Baruch Epstein, der Autor des Pentateuch-Kommentars «Torah Temimah», interpretiert die Haltung der Weisen so: «Eine solche Tat wird durch einen ursprünglichen, unverfälschten Geist des Eifers animiert, um den Ruhm Gottes zu fördern. Wer kann in diesem Fall sagen, ob der Täter nicht durch ein gewisses egoistisches Motiv angeregt wurde und behauptete, er tue es für Gott, wenn er eigentlich einen Mord beging? Daher wollten die Weisen Pinchas ausstoßen, hätte nicht der Heilige Geist bezeugt, sein Eifer für Gott sei rein.» Rabbiner Kook weist in seinem Kommentar zum Gebetbuch über «Birkat Haminim» (dem Segen gegen die Häretiker), der in der Amida für die Wochentage vorkommt, auf einen ähnlichen Punkt hin. Diese Bracha beginnt mit den Worten: «Den Verleumdern sei keine Hoffnung ...» und atmet Vergeltung an den Verrätern des Volkes. Es ist interessant, dass die gegenwärtige Formulierung dieses ungewöhnlich bitteren Gebetes von einem Talmudweisen namens Samuel HaKatan stammt, der sich durch eine besondere Liebe zu seinen Mitgeschöpfen auszeichnete, und dessen Motto laut Pirkei Awot 24:17 lautete: «Fällt dein Feind, so freue dich nicht, nicht juble dein Herz, wenn er hinstürzt.» Rabbiner Kook erklärt: «Jeder Weise, der für seine Frömmigkeit und sein Lernen ausgezeichnet ist, kann Gebete formulieren, die den Geist von Gnade und Liebe atmen. Aber ein solches Gebet, voller Hass und Verdammung, erweckt auf Seiten des Autors die privaten Gefühle von Animosität und Trotz gegen die Feinde und Verfolger seines Volkes. So ein Gebet muss daher von jemandem stammen, der für seinen heiligen und reinen Charakter bekannt ist und der den Hass nicht kennt. Ein solcher Mensch war Samuel Ha- Katan. Man konnte sicher sein, dass er von gänzlich selbstlosen Überlegungen beherrscht war und inspiriert von den reinsten Motiven. Er hatte aus seinem Herzen alle privaten Gefühle von Hass gegen die Verfolger seines Volkes verbannt.» Jetzt ist es vielleicht leichter, den Zusammenhang zwischen Pinchas‘ Tat - wie schrecklich sie auch war - und der von Gott beschriebenen Belohnung zu sehen: «Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens.» (Num 25:12)
Was wir aus Bileams Ende lernen Sidra Matot Sonnabend, den 26. Juli 2008 den 23. Tammus 5768 Toralesung: Num 30:2-32:42 Haftara: Jirmejahu 1:1-2:3
«Siehe, sie waren den Kindern Israel auf den Rat Bileams zur Verleitung zum Treubruch am Ewigen wegen Peor, und es kam das Sterben über die Gemeinde des Ewigen.» (Num 31, 16) Hier nennt die Tora zum ersten Mal einen Mann namens Bileam als Initiator des Komplotts, das die Israeliten zur Sünde in Baal Peor veranlasste. Während der gesamten Erzählung wird Bileams Einfluss auf die Tat nicht erwähnt. Im Gegenteil: «Und das Volk fing an zu buhlen mit den Töchtern Moabs.» (Num 25: 1) Wir sahen, wie der Ewige den Israeliten wegen ihrer Abtrünnigkeit zürnte, wie er ihnen befahl, die Midjaniter für ihre Komplizenschaft in der Tat von Baal Peor zu plagen. Aber auf Bileams Anteil wird nicht angespielt. Luzzatto kommentiert diese Unterlassung so: «Auf seinem Weg nach Hause kam Bileam durch Midian und erfuhr, wie die Israeliten mit den Töchtern Moabs gebuhlt hatten und zur Götzenanbetung veranlasst worden waren. Da erkannte er, dass dies die einzige Methode war, um die Israeliten zu unterminieren. Daher riet er den Midianitern, ausgesuchte Mädchen zu schicken, um die Israeliten zur Götzendienerei zu verführen. So würden sie den Schutz des Ewigen verlieren.» Die Frage, warum Bileams Anteil an der Angelegenheit von Peor nicht sofort berichtet wurde, bleibt unbeantwortet. Wie wir an anderer Stelle bemerkten, lässt die Tora oft wichtige Details in der Erzählung aus, um später darauf anzuspielen. Im folgenden Zitat beziehen sich unsere Weisen auf dieses Phänomen: «Die Tora berichtet Angelegenheiten in ihrem ursprünglichen Zusammenhang kurz, nur um sie später breiter zu behandeln.» Wir wählen zwei andere Beispiele dafür aus den vielen, die es in den Schriften gibt, aus. In der Geschichte von Jakob und Laban (Gen 31:36-42) erzählt Jakob Einzelheiten der Arbeitsbedingungen und der Ausbeutung durch Laban erst ganz zum Schluss. In den Kapiteln 29 und 30 wird die Zeit beschrieben, die Jakob für Laban arbeitete. Die Erzählung erwähnt nicht, unter welchen Bedingungen Jakob arbeitete und wie Laban seinen Lohn zehn Mal änderte. Erst als Jakob Padan Aram verlassen hatte und Laban ihn einholte, erhalten wir eine genaue Schilderung dieser Bedingungen in Jakobs Ausbruch gerechter Entrüstung. Diese Details ergänzen, was in unserem früheren vagen Bild von Jakobs Beziehungen mit Laban fehlte. Ein weiteres Beispiel finden wir in I Samuel 28:3. Erst in dem Teil der Erzählung, wo Saul hilflos dasteht und «der Ewige ihm keine Antwort gab, weder durch Träume ...», und er sich an die Hexe wendet, erfahren wir von seinem früheren Kampf gegen die Totenbeschwörer und Wahrsager in Israel. Nachmanides bezieht sich auf Genesis 31:7: «„Aber euer Vater hat mich getäuscht und hat meinen Lohn geändert zehn Mal..." Dies war buchstäblich wahr, obwohl die Erzählung das nicht erwähnt. ... Die Schrift ist oft kurz in dem einen Kontext, nur um in einem anderen sich breiter zu beschäftigen.» Warum lässt die Tora in einem Kontext Details aus und erwähnt sie später? Die Erklärung in diesen beiden Beispielen ist nicht schwer zu entdecken. Die Erzählung schweigt, solange Jakob schweigt und seiner Entrüstung Herr war, die ganze Zeit, die er für Laban arbeitete. Aber nach zwanzig Jahren Ausbeutung machte sich Jakob Luft und berichtete alles, was er während der Zeit für sich behalten hatte. Wären uns diese Einzelheiten chronologisch berichtet worden, hätten sie uns auch so tief berührt? Dasselbe gilt für den Fall Sauls. Hätte uns die Erzählung den Kampf des Königs gegen die Zauberer zu einer Zeit berichtet, als er das Königtum annahm und den Willen Gottes ausführte, hätten wir dem keine besondere Bedeutung beigemessen. Schließlich handelte er nur nach den Geboten der Tora. Erst als König Saul selbst einen von ihnen konsultieren muss, erkennen wir, wie weit er gebracht und wie tief er gedemütigt worden war. |