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Die «Conference on Jewish Material Against Germany» (Claims Conference), die mit der Verteilung der Entschädigungszahlungen für Holocaustüberlebende betraut ist, klagte Anfang September vor dem Jerusalemer Verwaltungsgericht gegen die israelischen Journalisten Guy Meros und Orly Wilnai-Federbusch. Die beiden hatten in ihrem Film «Musar Schilumim - The Fight goes on», der Claims Conference unlautere Methoden und Bereicherung auf Kosten verarmter Holocaustüberlebender vorgeworfen. Die Claims Conference reichte eine Verleumdungsklage über eine Mio. Euro gegen die Journalistn ein und verlangt einen «öffentlichen Akt der Reue». «Musar Schilumim ist ein falscher und manipulativer Film», heißt es in der Anklageschrift. «Der Film ist eine bösartige, verdrehte und verachtenswerte Verleumdung.» Wilnai-Federbusch reagierte in der Zeitung «Jediot Acharonot» zuversichtlich: «Wir warten ungeduldig auf den Tag, an dem wir unsere Klageerwiderung einreichen, die tausende unbeantworteter Fragen enthalten wird, die wir während der letzten Monate zusammentrugen und auf die die Conference vor Gericht antworten muss. Das Land sollte sich freuen, dass ein israelisches Gericht endlich in der Lage sein wird, die Aktivitäten der Conference zu beurteilen. Das Gerichtsverfahren wird klarstellen, dass unser Film die Claims Conference sogar noch schont.» Am 8. September berief das israelische Parlament eine Untersuchungskommission ein, die die Leitung der Claims Conference überprüfen soll. |