Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() US-Truppen stationiert
US-Soldaten nahmen Ende September in Israel ein amerikanisches Raketenfrühwarnsystem in Betrieb. Rund 120 US-Soldaten werden die Anlage in einem Luftwaffenstützpunkt in der Wüste Negev bedienen. Es ist das erste Mal in der Geschichte Israels, dass ausländische Truppen offiziell im Land stationiert werden. Das Langstreckenradar ist an ein Frühwarnsystem in Europa angeschlossen und gibt Israel im Fall eines Raketenangriffs mehr Zeit, die Zivilbevölkerung zu schützen. Beobachter sind der Auffassung, dass das Sicherheitspolster Israel von einem Präventivschlag gegen die Atomanlagen des Irans zurückhalten und Washingtons Vetorecht gegen einen Angriff stärken soll. Die Stationierung der US-Truppen auf israelischem Staatsgebiet schränkt den Handlungsfreiraum der Israelis ein. Jerusalem kann nicht im Alleingang einen Präventivschlag durchführen, wenn dieser amerikanische Truppen unmittelbar gefährdet. Andere interpretieren das Radar als Teil der Vorbereitungen eines gemeinsamen Angriffs auf Teheran. Vor kurzem haben die USA die Lieferung von 1.000 Spezialbomben an Israel genehmigt, die kleine Bunker knacken können. Die Lieferung großer «Panzerknacker », die Israel bei einem Angriff gegen die Atomanlagen des Iran hilfreich sein könnten, wird aber gleichzeitig verweigert. Laut israelischen Presseberichten soll Washington bisher Jerusalem von einem Angriff auf den Iran abgehalten haben. |