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Jüdisches Museum Westfalen sucht Interviewpartner zur jüdischen Einwanderung
Größere jüdische Gemeinden, neue Synagogenbauten vielerorts, hier und da «Krach» zwischen alten und neuen Mitgliedern – davon liest man immer wieder. Aber die Menschen, die diesen Zustand – der ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, sprach von einem «Wunder» – herbeigeführt haben, werden oft wenig beachtet.
Das soll nun ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Jüdischen Museums West- falen ändern. Am Beispiel des Ruhrgebiets sollen beispielhafte Lebensgeschichten erkundet und dokumentiert werden: Woher kommen die Einwanderer und Einwanderinnen? Warum kamen sie nach Deutschland? Welche Erfahrungen haben sie in der früheren Heimat und hier gemacht? Welche Rolle spielen die Gemeinden für die Zuwanderer, welche Formen des Jüdischseins spielen eine Rolle und welche Zukunftsperspektiven haben sie?
Unter dem Titel «Angekommen?!» soll daraus eine Wanderausstellung entstehen, die ab 2010 im Ruhr- gebiet und anderswo gezeigt werden kann. Die Motive und die großen Leistungen der Einwanderer sollen damit erkennbar gemacht werden. Für die aufnehmende Mehrheits- gesellschaft bietet sie eine Chance genauer zu sehen, welche jüdischen Gemeinschaften und Individuen zukünftig in unserer Mitte leben und das jüdische Leben in Deutschland gestalten.
Das Forschungsprojekt wird von der Gerda-Henkel-Stiftung und dem Integrationsministerium Nordrhein- Westfalen gefördert. Für die geplante Ausstellung wird eine Unterstützung durch die «Kultur- hauptstadt Ruhr 2010» erwartet. Das Jüdische Museum Westfalen würde sich sehr freuen, wenn sich aus der Leserschaft der «Jüdischen Zeitung» und deren Umfeld Menschen melden würden, die in den nächsten Monaten zu einem Interview für das Projekt «Angekommen» bereit sind. Es sollen in der Regel ein Vorgespräch und ein lebensgeschichtliches Interview (mit Tonaufzeichnung) geführt werden. Wenn Sie interessiert sind und im Ruhrgebiet leben, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!
Ansprechpartnerin für das Projekt «Angekommen»: Svetlana Jebrak, telefonisch unter 06940325890 oder per Email jebrak@hotmail.com. Nähere Informationen zum Jüdischen Museum Westfalen finden Sie unter www.jmw-dorsten.de
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