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Der letzte Jude

Mosaiksteinchen einer deutsch-jüdischen Identität – André Herzberg

Als Kind wünschte er sich einen Superman. Dieser hätte dann, so stellte er sich damals vor, seine Großmutter aus dem KZ geboxt. Aber wie viele Deutsche hätte man da umbringen müssen? Diese Frage stellt er sich erst heute. André Herzberg sitzt in einer Kneipe am Helmholtzplatz, Berlin Prenzlauer Berg und bestellt eine heiße Schokolade. Mit Milch, nicht mit Wasser wie in der DDR. Dann sitzt er da, rührt in der Tasse, mitunter etwas nervös. Doch selbst wenn er redet, hört er zu. Seinem Gegenüber, aber auch sich selbst. In der Kneipe ist es kalt und aus allen Ecken dröhnt ungenießbare Musik. In seiner Autobiographie beschreibt André Herzberg, wie sehr er es hasst, dass man heutzutage immer und überall beschallt wird.

Wäre da nicht die Frisur aus krausen, inzwischen etwas angegrauten Haaren, es wäre nur schwerlich eine Verbindung zu jenem André Herzberg herzustellen, der als Frontmann von «Pankow» knappe zehn Tage zuvor im Kesselhaus der Kulturbrauerei eine lautstarke Reminiszenz an die rockige Seite der DDR gegeben hatte. Vorwiegend Frauen und Männer jenseits der Vierzig hatten sich noch einmal jene Band angesehen und angehört, die viele Jahre lang ihre Runden durch das sozialistische Deutschland drehte und mit per se verdächtiger, weil angloamerikanisch geprägter Musik für Unterhaltung sorgte. «Nur aus Spaß» haben die Musiker um Herzberg jenes Album genannt, das die Band, deren Wege sich im Jahr der «Wende» eigentlich getrennt hatten, für kurze Zeit wiedervereint. Für gewöhnlich geht André Herzberg auch musikalisch eigene Wege, tritt als Solokünstler auf. Einen «Neil Young aus Ostberlin» hat ihn Alexander Osang deshalb in dessen Autobiographie genannt. «Mosaik» heißt der Rückblick auf Herzbergs bisheriges Leben, benannt nach den DDR-Comic-Heften, deren erste Ausgabe in sein Geburtsjahr 1955 fällt und die ihn über viele Jahre seines Lebens begleitet haben. Märchen sind für André Herzberg bis heute die schönsten Mosaiksteine, schreibt er in den Memoiren. Vielleicht haben diese gerade deshalb auch einen so märchenhaften Charakter. Es war einmal in einem Land, namens DDR... Dass er bereits mit etwas über fünfzig Jahren einen Rückblick auf sein bisheriges Leben schrieb, hat damit zu tun, dass nicht nur das für ihn oft genug unerfreuliche Kapitel der DDR, sondern auch so manch dunkle Phase in Herzbergs Biographie abgeschlossen, vielleicht sogar überwunden ist. Denn oft genug gleichen seine Erinnerungen einem bösen Traum. Herzberg rennt durch den sozialistischen Alltag, durch verzweifelte und schon von Anfang an zum Scheitern verurteilte Beziehungen, ohne dabei freilich vorwärts zu kommen. Herzberg raucht, trinkt noch eine Tasse Tee und rennt weiter.

Wie war es als Jude in der DDR, für einen jungen Mann, der in das bereits bestehende sozialistische System hineingeboren wurde? Natürlich kann er nur über seine eigene Geschichte erzählen, keine allgemeine Information über «die Juden in der DDR» liefern. Von denen gab es ja ohnehin nur eine Handvoll. Bei ihm, Herzberg, war es jedenfalls so: Mitte der Fünfziger in einem kommunistischen Haushalt geboren, spielte das Judentum im Grunde genommen keine Rolle. Bis auf ein paar Accessoires, einen Matzeteller vielleicht. In erster Linie waren sie, das heißt seine Eltern, Kommunisten. Der Junge wurde so erzogen, sozusagen atheistisch, wie er heute sagt.

Im Nachhinein, er sagt: zu seinem Grauen, kam die Berührung mit dem Judentum nur in Form des Völkermords. Dadurch, dass die Mutter seiner Mutter im KZ umkam, sei dieser wie ein Gespenst gewesen, das im Unterbewusstsein seiner Mutter herumspukte. Ein Gespenst, das sich ihm, dem Sohn, allerdings mitteilte. Durch Andeutungen, aber auch durch direkte Bemerkungen, die die Mutter machte. Das war erstmal alles: «Viel direkter kann man da gar nicht antworten.» Er könnte aber auch erzählen, wie er mit 17 das erste Mal in der Synagoge, hier in Berlin, in der Rykestraße, war, wo in diesem riesigen Raum kaum ein Minjan zustande kam. Nach der Armee hat er sich darum bemüht, in die Jüdische Gemeinde aufgenommen zu werden. Das wurde ihm mit dem Argument verwehrt, er sei nicht beschnitten. Mit anderen Worten: Es war eine sehr schwierige Findung dieser Identität. Irgendwie hat es ihn immer beschäftigt, auch wenn er gar nicht genau sagen kann, wieso.

In gewisser Weise spiegelt sich in André Herzbergs Lebensweg also ein Stück kollektiver Erfahrungsgeschichte jüdischer Identität in der DDR. Für die zweite Generation kann sie als exemplarisch gelten, besonders wenn die Eltern in der Westemigration waren. Natürlich kannten sich nicht nur die ehemaligen Exilanten, auch deren Kinder hatten Kontakt zueinander. Barbara Honigmann etwa war eine Klassenkameradin von Herzbergs Schwester. Und natürlich Thomas Brasch. Wie bei Brasch, waren auch bei Herzberg die Eltern in Großbritannien, kamen dann in die DDR und übernahmen staatstragende Funktion. Herzbergs Vater arbeitete als Journalist beim Rundfunk. Die Beziehung zum Vater, vor allem nach dessen Scheidung, war durch Distanz geprägt, das Jüdischsein habe keine Rolle gespielt. Der ohnehin nur sporadische Kontakt sei vor allem ideologisch geprägt gewesen: «Es war immer irgendwie politisch getönt.»

Und die Ideale der Eltern? An einer Stelle schreibt er, dass sich nach der Wende keiner mehr an diese Ideale erinnert, dass alle wie Chamäleons ihre Farbe gewechselt hätten. Er habe «diese Wende» oder «so genannte Revolution» ja auch am eigenen Leib erfahren. Es sei eine herbe Erfahrung gewesen, dass sich eigentlich nur wenige bewusst für einen Wechsel eingesetzt hätten. Er selbst habe das Ganze deshalb viel mehr einen totalen Zusammenbruch eines Systems, weniger als eine Revolution erlebt. Von daher sei es schon erstaunlich, wie schnell sich in seiner Umgebung viele Menschen dann doch zurecht gefunden hätten. Ihm sei es da ganz anders ergangen: «Ich hatte erheblich Schwierigkeiten, mich zu orientieren, in dem Neuen. Nachdem das dann alles Bundesrepublik war.» Dazu kam, dass er selbst die Illusionen hatte zu verändern. Auch was den eigenen Einfluss anging, lag er falsch. «Ich habe mir damals ja vorgestellt, als Künstler, das neue Deutschland mitgestalten zu können.» Nach kurzer Pause, nachdenklich, aber auch fast schon belustigt über die eigene Illusion, fährt Herzberg fort: «Wir haben dann aber gar keine Rolle gespielt.»

Da er auch mit dem neuen System seine Probleme hatte, wäre es wohl auch schon vorher nie ein Weg für ihn gewesen, in den Westen zu gehen, wie sein «literarischer Held» Thomas Brasch das gemacht hatte? Nee, er, Herzberg, hat den Westen ja vorher schon besucht und da gearbeitet, hatte davor regelrecht Angst. Das habe sich ja dann auch bewahrheitet. Erst im Nachhinein sei ihm bewusst geworden, wie sehr auch er verankert war, in diese Ideologie seiner Eltern, obwohl er sich bis zur Wende für einen Feind, zumindest aber für einen «sehr weit Außenstehenden gegenüber ihren Ideen» gehalten hatte. Da erst wurde ihm klar, wie sehr er mit den Anschauungen seiner Eltern verknüpft war. Was nicht heißt, dass er diese teilt. Sondern einfach, dass er aus «diesem Topf» kam, zutiefst in dieser Ideologie sein Weltbild auch eingerichtet hatte.

Ein Weltbild, gegen das er selbst Mitte der 70er Jahre angefangen hat, Musik zu machen. «Pankow», seine Band, wurde zum festen Bestandteil des Kanons populärer DDR-Kultur. Die Musik war Herzberg dabei Mittel zur Befreiung. Zunächst war es nur Spaß. Und eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erregen und natürlich Erfolg zu haben. Man konnte aber auch provozieren, was in der DDR ja so herrlich leicht war. Was waren die musikalischen Vorbilder? Sehe man einmal davon ab, dass die Musiker in der DDR immer ein paar Jahre hinterher waren, seien sie immer an amerikanischer Rockmusik orientiert gewesen. «Das war unser Ideal.» Rockmusik als Volksmusik nennt André Herzberg das. Bob Dylan sei da eine gute Adresse, aber auch die Stones als englische Band. Alles eben, was vom Blues so rübergeschwappt sei. Aber natürlich mit deutschen Texten.

Zurzeit tourt Herzberg mit der Band wieder durch (Ost-) Deutschland. Wie ist das heute mit dieser Art von Musik aufzutreten? Kein Problem, sagt André Herzberg. Es sei der Vorteil des Rock, dass er zeitlos sei. «Das ist 'ne wunderbare Musik, die kannst Du immer spielen. Mit 80, aber auch mit 20. Die hat etwas Zeitloses.» Die Musik diente aber auch dazu, jenes den realsozialistischen Alltag dominierende Gefühl der Langeweile zu betäuben, das auch sein Leben in der DDR beherrschte. «Als Musiker bist du herumgefahren, warst jeden Abend woanders, hattest alles, was dazugehört zum Rock'n'roll - mit allen Klischees: Reisen, Sex und Saufen, das gehörte alles dazu, logisch», erklärt André Herzberg die ostdeutsche Variante des Lebens einer Rocklegende. Man hat ja damals in der DDR als Band unglaublich viel gespielt, 250, 300 Konzerte im Jahr, da sei man wirklich sehr, sehr viel rumgekommen. «Und jut verdient haste och noch.» Wollten sie bewusst provozieren? Ja sicher, in der DDR fiel das leicht, gelang oft schon mit einem einzelnen Wort. Man konnte machen, was man wollte, man war sofort politisch. Alles was Spaß gemacht hat, war irgendwie verboten, ganz schnell am Rand. «Dann warste politisch, ob du wolltest oder nicht.» Dabei hatten die Musiker eigentlich gar keinen politischen Anspruch. «Bleib mir mit Politik vom Leib» singen sie noch heute, auf ihrem neuen Album «Nur aus Spaß». Das kam höchstens von Andrés Bruder Wolfgang her, der damals die Texte geschrieben hat. Er hatte sicher einen solchen Anspruch, aber sonst, nein, eigentlich nicht.

Was ist denn eigentlich die Aufgabe eines Künstlers. Für Herzberg ist ein Künstler ein Chronist, einer der was zu seiner Zeit sagt. Einer, der mit «dem starken Blick übers Ich, sich und seine Umwelt beschreibt». Nach einer Pause, leise der Zusatz: «Ich glaub', das isses schon.» Viel mehr sei da nicht, was soll er dazu sagen? Wieder schweigt er und denkt nach: «Wichtig ist aber auch, die Leute zu unterhalten.»

Ist er religiös? Eine lange Pause auf die überraschende Frage. André Herzberg rührt in seiner Tasse, Tee inzwischen. «Du hast Fragen», murmelt er vor sich hin. Man könnte ja sein Buch als Suche nach Erlösung sehen, als einen Versuch, sich freizulaufen. Hm, latent bejahend, wieder eine lange Pause. Also, die Frage kann er wirklich nicht beantworten, sucht ja immer noch selbst nach einer Antwort. «Es ist, wie es ist», sagt er, dieses Suchen beschreibend. Es gibt in seiner Autobiographie aber auch diesen kafkaesken Traum: Hitler tritt da auf und steht neben ihm. Am Ende sagt Hitler zu Herzberg, er, Herzberg, sei der «letzte Jude Deutschlands». Erst einmal sei das tatsächlich nur die Beschreibung eines Traums, aber es sei nun einmal Fakt, dass die Juden, die einen deutschen Hintergrund haben, immer weniger werden. «Dieses Lebensgefühl stirbt langsam aus.» Da ist schon das Gefühl einer unwahrscheinlichen Minderheit anzugehören. Zumal er noch diesen kommunistischen Hintergrund hat. Das eine reicht ja nicht, es müsse bei ihm ja gleich beides sein, sagt er nicht ohne Spott über die eigene Rolle als doppelter Außenseiter.

Er redet aber auch von Herbert Baum, der Gruppe um Baum, jüdische Kommunisten, die mit ihrem Attentat auf die antikommunistische Ausstellung «Sowjetparadies» ihren Anteil am Widerstand gegen Hitler leisteten. Waren das die Vorbilder, weil sie versucht hatten, sich zu wehren, sich nicht scheinbar ergeben, ihrem Schicksal zu ergeben? Die beiden Helden seiner Jugend seien einerseits Thomas Brasch, andererseits Tony Krahl, der Sänger von «City», einer weiteren Ost-Band, gewesen. Dessen Vater hat für die Baum-Gruppe gearbeitet, daher komme der Schritt zur Baum-Gruppe. Und da er den jüdischen Friedhof in Weißensee gut kennt, dort mal gearbeitet habe, und es die Geschichte gebe, dass sich Teile von der Baum-Gruppe dort versteckt hätten, habe er zumindest in der Phantasie eine lebhafte Beziehung zu den Widerständlern um Herbert Baum gehabt. Zumal eine Klassenkameradin seiner Mutter unter ihnen gewesen sei. Seine Mutter hat viel von der Gruppe geredet, vielleicht war es ihr Traum, vielleicht habe er ihn als Kind einfach nur weitergeträumt, jenen Traum vom Juden, der mit Muskeln und einer riesigen Knarre in der Hand, reihenweise Nazis umlegt und die Oma aus dem KZ holt. Herzberg beschreibt seine Vorstellung vom Golem, oder doch eher von Superman.

Ist er Kommunist? Nee, Gott, André Herzberg lacht, überhaupt nicht, nee, gar nicht. Genau so eine Frage, wie ob er religiös ist oder was die Aufgabe eines Künstlers ist. Unbeantwortbar. Er sehe sich schon mit dem Parteibuch wedeln. Und die Frage auftauchen, ob er seine Mitgliedsbeiträge immer pünktlich bezahlt habe. Um Gottes Willen! Dann könne man ihn ja gleich fragen, ob er, «ganz extrem gesagt», bei der CDU oder der SPD sei. Davon mal abgesehen, die Ideale, schön und gut, aber schließlich sei er Unternehmer, als Künstler sei man ja Kleinunternehmer, und als Unternehmer würde er ja sagen: «Um Gottes Willen, niemals Kommunismus, sondern allerstrengste Gewaltherrschaft, strikte Hierarchie. Sonst wird das nichts.» Ist er denn erfolgreicher Unternehmer? Ja eben leider nicht, beschreibt er seinen wirtschaftlichen Erfolg, der seinen eigenen Maßstäben folgend nur unzureichend ausfällt. Aber wenn man seine Biographie liest, dann kritisiert er ja durchaus die gegenwärtige Gesellschaft und ihre Begleiterscheinungen. Also, bei «Politik» oder «kritisieren» oder solchen Worten hat er immer das Gefühl, er langweilt sich gleich selbst, also möchte er auch andere damit nicht langweilen, möchte die Menschen lieber direkt emotional treffen.

Und das mit den Linken ist gar nicht so einfach. Erst neulich habe er in einem Artikel für ein linkes Blatt geschrieben, dass er den Einsatz der Bundeswehr im Libanon für einen großen Moment in der deutsch-jüdischen Beziehungsgeschichte hält. Der Artikel wurde nicht gedruckt. Mit dem Journalismus hat André Herzberg ohnehin so seine Probleme: Dem Ärger, wie er einst versuchte, seine eigenen Texte bei einer Zeitung unterzubringen, macht er auch in seiner Autobiographie Platz. Dass der zuständige Redakteur anfangs ganz angetan war von seinem Text, bereits Vorschläge für die Illustrierung gemacht hatte, dann aber den Artikel nie veröffentlichte, macht ihn noch heute sprachlos. Irgendwann hatte er einfach keine Rückmeldung mehr erhalten. Wahrscheinlich sei am Ende seine Stimme einfach nicht genehm, habe nichts in die Linie des Blattes gepasst, mutmaßt Herzberg.

Wie war das nach dem Ende der DDR? Es gab ja auch in seinem Umfeld Menschen, die sich als andere erweisen, als sie sich ausgegeben hatten. Ja. Eine lange Pause. Die gab es. Wie das für ihn war? Ein Lernprozess war das. Er habe viel lernen können. Über die Diktatur, über die Menschen in der Diktatur und über sich. Wenn man ihn vor ein paar Jahren gefragt hätte, hätte er gesagt: Alle an die Wand, die mal IMs waren. Heute sagt er, das hänge immer konkret von der Geschichte ab, wie die betreffenden Menschen selber damit umgegangen seien. Seine Anschauungen darüber haben sich geändert, der ganz große Zorn ist verflogen.

Am Ende seiner Autobiographie scheint es ihm gelungen zu sein, sich endlich freizulaufen. Ja, sagt, er, das ist es. Dass ihm dies gelungen sei, liege vor allem an seinem Beruf, weil dieser ihn am Leben lasse, auch weil er außerhalb jeglicher Institution stehe, er unheimlich viel über das Leben, über sich und seine Anschauungen lernen konnte. So habe er auch erkennen können, dass das Leben anders sei als der Schoß, aus dem er einst gekrochen sei. Um den Kreis zu schließen: Erst der enge kommunistische Schoß, dann Stationen wie DDR, Judentum und Wende. Dann Erfahrungen in gescheiterten Beziehungen, Erfahrungen mit neuen politischen Verhältnissen, von klein nach groß. Das seien die unwahrscheinlichen Chancen des Lebens. Die habe man als Künstler vielleicht eher als sonst wer. Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing', das gelte heute genauso wie früher. Als Künstler bleibe man da kleiner, weil man eh nicht reich werde.

Moritz Reininghaus

«Jüdische Zeitung», Dezember 2006