Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() «Frauen nach hinten» bald passé?
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| Foto: Reuters |
Eine solche Sitzordnung wünschen sich viele der regelmäßigen Nutzer der Busse schon seit Jahren. Die Charedim, auf Deutsch «Gottesfürchtige», sehen sich durch ein hautnahes Nebeneinander von Männern und Frauen in ihrer frommen Lebensführung beeinträchtigt. Sie wollen nicht durch Blicke und Berührungen von Angehörigen des anderen Geschlechts behelligt werden. Und da sie den weitaus größten Teil der Passagiere der Linie «2» ausmachen, verlangen sie in den Beförderungsbedingungen Klartext: Männer nach vorn, Frauen nach hinten.
Das Problem könnte sich leicht ausweiten. In Internet-Blogs wird auf israelweit 32 Buslinien verwiesen, acht davon in Jerusalem, die vorwiegend Wohngebiete von ultraorthodoxen Charedim ansteuern, so in Bnei Brak, Beit Schemesch, Kirjat Gat oder Zfat. Wie im Straßenbild dieser Orte so sieht es auch in den Bussen aus. Die Männer sind in strengem Schwarz gekleidet. Die Frauen tragen zumeist lange Röcke und brave Blusen. Sie akzeptierten die Trennung im Bus als selbstverständlich.
Da aber die Ultraorthodoxen nicht die einzigen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in Israel darstellen, sind Konflikte programmiert. Auf der Jerusalemer Linie «2», die auch von Touristen genutzt wird, müssen leger bekleidete Mitfahrerinnen, die sich im vorderen Busteil aufhalten, gelegentlich mit Beschimpfungen und Platzverweisen rechnen. Israelische Frauen...
Lukas Andel