Propalästinensische Propaganda

Zu «Gegen eine Verstärkung der deutsch-israelischen Rüstungskooperation», JZ Dezember 2009


Mit Erstaunen habe ich den Artikel einer gewissen Organisation gelesen, die sich «Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahen Osten» (EJJP) nennt. Mich hat die Interpretation der Ereignisse in Nahen Osten verwundert, die Unlust, dem Faden der Kausalkette zu folgen. Man könnte dieser Gesellschaft «rechtmäßiger Stimmen» insgesamt und den Autoren des Artikels insbesondere Unwissenheit über die existierende Situation in Israel/Palästina vorwerfen.
Aber das, was man ungebildeten Schülern oder anderen Personen, die der propalästinensischen Propaganda unterliegen, vorwerfen kann, gilt nicht für die engagierten Gründer der EJJP. Diese Menschen, die sich Juden und Propagandisten für «die Notwendigkeit und Möglichkeit eines gerechten Friedens zwischen Palästina und Israel» nennen, richten ihre Tätigkeit bewusst gegen die Existenz des Staates Israels.
Sie ignorieren die unzähligen terroristischen Aktionen gegen die Zivilbevölkerung Israels. Sie wollen nichts vom Beschuss der südlichen Gebiete Israels durch Qassam-Raketen aus dem Territorium des Gazastreifens hören. Aber sie sind sehr traurig gestimmt, dass bei der Vergeltung «während der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen» auf beiden Seiten Opfer zu beklagen waren. Sie schweigen über die Politik des Hasses gegen Israel, die in den Schulen in den palästinensischen Territorien propagiert wird. Ihre Tätigkeit ist von der Idee eines «gerechten Friedens zwischen Palästina und Israel» sehr weit entfernt und hat einseitige, propalästinensische Priorität.
Es ist schade, dass die Apologeten dieser Bewegung die Möglichkeit der Propaganda antiisraelischer Ansichten auf den Seiten der «Jüdischen Zeitung» haben. Aber im Großen und Ganzem hat die Zeitung bis heute noch nicht ihr Gesicht verloren.

Ernst Wächter

«Jüdische Zeitung», Januar 2010