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Vizepräsident Joe Biden fuhr nach Israel, um die besondere Verbindung zwischen den Vereinigten Staaten und Israel zu unterstreichen, um eine neue Runde indirekter Verhandlungen einzuläuten und um unmissverständlich deutlich zu machen, dass die Verhinderung der iranischen Atomwaffe höchste Priorität hat.
Leider ließ die Äußerung des israelischen Innenministers Jischai zum Bauvorhaben von 1.600 Wohnungen in Ramat Schlomo diese Ziele zerplatzen. Auch Netanjahus Entschuldigung, die Äußerungen seien zeitlich unpassend und enttäuschend, halfen nicht mehr.
Ich glaube fest, dass es nach dieser Kontroverse dringend an der Zeit ist, die jüngsten Uneinigkeiten hinter uns zu lassen und unsere Sprechweise und Vorwürfe gegenüber Israel abzumindern. Israel befindet sich heutigentags durch seine Feinde unter Raketenbeschuss und wir können es nicht zulassen, dass der Disput der letzten Wochen uns von den wesentlichen Angelegenheiten ablenkt.
Alle involvierten Parteien sehen sich der komplexen Friedensfrage gegenüber, die in einem größeren Kontext angegangen werden muss. Israel, unser stärkster Bündnispartner, hat über die letzten Jahrzehnte hinweg unzählige Vorschläge gemacht, den Friedensprozess voranzubringen. Gleichwohl hält der jüdische Staat emotionale und wirtschaftliche Drangsalierungen durch terroristische Feiglinge und feindliche Staaten wie den Iran aus, die fest entschlossen sind, unschuldiges Leben zu zerstören.
Diesen Disput über Gebühr erneut zu verhandeln, ist zu unserem und weltweitem Nachteil. Je länger wir uns darüber ergehen, desto mehr Zeit wird der Iran haben, seine Pläne nach einer Atomwaffe zu verfolgen, desto mehr Aufmerksamkeit erlangt der falsche und irreführende Goldstone-Bericht und umso mehr unternimmt die Hamas, jede Chance auf Frieden zu blockieren. Diese globalen Probleme verdienen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit, unser Interesse und all unsere Energie. Wir dürfen nicht zulassen, dass ein vergänglicher, versehentlicher Fehler in der Urteilsfähigkeit einen Keil zwischen zwei enge Partner und Freunde - die USA und Israel - treibt. Ich bin zuversichtlich, dass Premierminister Netanjahu und Präsident Obama weiter Hand in Hand arbeiten werden, um diese dauerhaften Bedrohungen zu bändigen. Ebenso wie die Regierung Obamas, die erst kürzlich wiederholte, dass unsere Bande zu Israel unerschütterlich ist und immer sein wird.
Debbie Wasserman Schultz (Demokratische Partei) ist Mitglied im Repräsentantenhaus der USA für den 20. Kongresswahlbezirk des Bundesstaates Florida. Sie ist Mitunterzeichnerin eines «Alarmrufes» der US-amerikanisch-jüdischen Lobbygruppe «AIPAC» von Mitte März 2010, worin sich mehrere Abgeordnete des Senats und des Repräsentantenhauses für eine Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und den USA aussprechen.
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