Zentralrat wieder im Stiftungsrat Sachsen vertreten

Aus einer Erklärung der Sächsischen Staatskanzlei geht hervor, dass der Zentralrat der Juden in Deutschland wieder in der Stiftung Sächsische Gedenkstätten mitarbeiten wird. Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats, habe in einem Schreiben angekündigt, dass der Zentralrat sich vorläufig wieder an der Arbeit der Stiftung beteiligen wolle. Eine dauerhafte Mitarbeit sei jedoch nur möglich, wenn das Stiftungsgesetz in wesentlichen Punkten geändert werde, und zwar noch während der laufenden Legislaturperiode. Im Jahre 2004 waren der Zentralrat und vier Verbände von Opfern der Nationalsozialisten aus dem Stiftungsrat ausgetreten, da ihrer Meinung nach in einigen Formulierungen der Satzung eine Analogisierung von Nationalsozialismus und SED Diktatur angelegt war, die sie nicht hinnehmen wollten. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats, wird nun seine Stiftungsarbeit wieder aufnehmen, vertreten wird er von Kramer.

 

 

 

«Jüdische Zeitung», Februar 2010