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Junge Geisteswissenschaftler aus Deutschland und Israel erhalten künftig bessere Austausch- und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Bundesregierung gab Anfang Februar bekannt, einen «Stiftungsfonds Martin-Buber-Gesellschaft in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften» mit 20 Millionen Euro auszustatten. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, sprach auf einem Besuch in Jerusalem, bei dem das Stiftungsprogramm bekanntgeben wurde, von einem «Zeichen an die nächste Generation junger Wissenschaftler». Der Stiftungsfond soll den interdisziplinären und interkulturellen Dialog zwischen herausragenden jungen Geisteswissenschaftlern beider Länder auf allen Gebieten fördern. So könnten laut Schavan zukünftig noch besser akademische Netzwerke geknüpft werden und die jungen Forscher selbstbewusster in ihren Fächern auftreten. Das Modell des Stiftungsfonds ist das einer «verzehrenden» Stiftung. Investiert werden somit nicht nur Kapitalerträge, sondern mit der Zeit auch das Stiftungsvolumen. Das Förderprogramm soll Nachwuchswissenschaftlern in den Geisteswissenschaften auch signalisieren, dass ihre Arbeit gerade im Hinblick auf einen Dialog mit Physikern, Chemikern, Biologen oder Informatikern wichtig sei.
Pro Jahr sollen künftig aus Deutschland und Israel jeweils fünf promovierte Nachwuchsforscher an der Hebräischen Universität in Jerusalem zusammenkommen. Der Präsident der Hebräischen Universität, Menachem Ben-Sasson, sprach in diesem Zusammenhang von einer «weitsichtigen Investition in die Zukunft». Die wissenschaftliche Verbindung zwischen beiden Ländern werde durch das Stiftungsprogramm gestärkt, so Ben-Sasson. David Shulman, Direktor des Stiftungsfonds, wies auf die für Geisteswissenschaftler in Israel schwieriger gewordenen Bedingungen hin. In dem Nahoststaat erhalten nur sehr wenige Promovierende der Geisteswissenschaften eine staatliche Förderung oder Stiftungsgelder. Viele Nachwuchsforscher entscheiden sich daher gegen eine wissenschaftliche Karriere oder für den Gang ins Ausland. |