Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() Herzl und die GeistesgrößenTheodro Herzl in der Betrachtung jüdischer Intellektueller des 20. Jahrhunderts
«Wenig Abwechslung»Karl Kraus (1874 - 1936)
Zu Hitler ist Karl Kraus bekanntlich nichts eingefallen - zu Herzl schon: Für den feinsten unter den jungen Wiener Prosaisten hielt er ihn in «Eine Krone für Zion» (1899), um ihm auf dem Umweg über den Zionismus dann doch eine kräftige Watschn zu erteilen: «Es liegt neuestens ein Verdienst darin, keine geradlinige Nase zu besitzen, und man kann sie darum nicht hoch genug tragen.» Damit war Herzl selbst gemeint. Für Kraus war der Zionismus eine Frage des guten Geschmacks: «Sieht man jedoch von allen Möglichkeiten einer politischen Gefahr ab, dann hat noch immer der gute Geschmack ein Recht, dagegen zu protestieren, dass die Gedankenfülle, aus der der betrunkene Greisler in Hernals sein „Hinaus mit Euch, Juden!" ruft, im Zionismus ihre einfache Wiederholung erfährt, und dass die Antwort „Jawohl, hinaus mit uns Juden!" bis auf den feierlichen Ton gar zu wenig Abwechslung bietet...» Als Zeitgenosse Herzls vertrat Kraus damit ausnahmsweise den Hauptstrom der Tagesmeinungen.
MitgegangenMax Nordau (1849 - 1923)
Anders als Kraus stand Max Nordau von Anfang an zu Herzl und dem Zionismus. Damit waren er und Israel Zangwill, wie Wladimir Jabotinsky anlässlich des Todes von Nordau schrieb, «die einzigen Juden von Weltruf, die mit Herzl gegangen sind.» Der große Teil der Bewegung bestand laut Herzl um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus «Knaben, Bettlern und Schmöcken», einer «Armee von Schnorrern». Die Beziehung von Nordau und Herzl war zu mancher Zeit spannungsgeladen: «Wird Nordau das aushalten? Wird er nicht im Zorn mein Werk zerstören?» notierte Herzl 1898 in sein Tagebuch. Etwas später schreibt er gar: «Nordau tadelte heute Alex gegenüber - in meiner Abwesenheit - mein bisheriges Vorgehen. Er findet mich unaufrichtig und hinterhältig in meinem Verkehr mit Fürsten und jüdischem Volk. Ich glaube, er wird noch einmal diesen seinen Tadel in die Öffentlichkeit tragen und sich, mich und uns alle damit blamieren.» Einig waren sich Nordau und Herzl in der Ablehnung des großen Widerspielers: des Kulturzionismus.
«Was ist Judentum?»Achad Ha'am (1856 - 1927)
Dementsprechend harsch war die Auseinandersetzung zwischen Herzl und Achad Ha'am. Beide äußerten berechtigte Kritik an den jeweiligen Wegen des Anderen. Ha'am meinte, Herzls politischer Zionismus gebe vor, das jüdische Volk zum Judentum zurückzuführen; was aber das Judentum sei, lasse er unbeantwortet. Ha'am erkannte, dass bei Herzl weder jüdische Sprache und Literatur noch Erziehung und Verbreitung von jüdischem Wissen eine Rolle spielten. Weiter merkte Ha'am an, dass die Mehrheit der Juden gar nicht nach Palästina auswandern wolle und dass der ausgeführte Zionismus keinen Rückgang des Antisemitismus bewirken würde. Im Gegensatz zu Ha'am hatte Herzl die Not der Ostjuden erkannt und wusste, dass die Option des Kulturzionismus, nämlich die Gründung eines spirituellen Zentrums in Palästina, die existenziellen Nöte nicht lösen würde. Eine Paartherapie hätte beide vielleicht näher zueinander gebracht und ihnen eröffnet, dass die Kurzsichtigkeit des Einen durch die Weitsicht des Anderen hätte behoben werden können.
Sigmund Freud (1856 - 1939)
Wäre Herzl zu seinem Wiener Nachbarn Sigmund Freud in Therapie gegangen, hätte der ihm vielleicht helfen können. Denn sowohl Herzl und Ha'am als auch Freud bewegte bei der Wiederfindung ihres Judentums die Sehnsucht nach Heimat. Herzl suchte das Land, Ha'am die Kultur und Freud suchte die innere Heimat. «Das Verdrängte ist aber für das Ich Ausland, inneres Ausland, so wie die Realität - gestatten Sie den ungewohnten Ausdruck - äußeres Ausland ist.» Das ständige Leben in der Diaspora porträtiert Freud hier in seiner «Neuen Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse» von 1934. Freuds Psyche ist ein Topos, ein Raum, der mit dem Unbewussten ein Reich birgt, das es als verlorenes wiederzuentdecken gilt. Das Selbst will der Gründer der Psychoanalyse finden, jenen Ort, der als inneres gelobtes Land eine Zufluchtstätte sein kann. Die Ebene des Traumes verbindet Herzl und Freud. Im «Judenstaat» (1896) meinte Herzl: «...dass aus dem Traum ein tagheller Gedanke werden kann». Freud meinte in der «Traumdeutung» (1900), dass wir über die Träume jenes unentdeckte Land in uns finden können. Dieses Monumentalwerk schickte Freud 1902 an Herzl mit der Widmung: «...und dem Kämpfer für die Menschenrechte unseres Volkes.» Der Legende nach hat Herzl Freud aufgesucht und ihm gesagt: «Doktor, ich habe einen Traum gehabt...» Darauf soll Freud die letzten Seiten seiner «Traumdeutung» zitiert haben: «Zwar entbehrt auch der alte Glaube, dass der Traum uns die Zukunft zeigt, nicht völlig des Gehalts an Wahrheit. Indem uns der Traum einen Wunsch als erfüllt vorstellt, führt er uns allerdings in die Zukunft; aber diese vom Träumer für gegenwärtig genommene Zukunft ist durch den unzerstörbaren Wunsch zum Ebenbild jener Vergangenheit gestaltet.» «Nicht ein ganzer Jude»Martin Buber (1878 - 1965)
«Herzl und die Historie» hieß der Nachruf Martin Bubers auf Theodor Herzl. Er erschien 1904 in der Zeitschrift «Ost und West», also nicht in «Die Welt», der von Herzl gegründeten, zionistischen Zeitung, deren Leitung der gerade einmal 23-jährige Buber im Jahr 1901 übernommen hatte. Bubers Worte waren wohl gewählt, kritisch und bewundernd. Für Buber war der Jude Herzl ein von außen auf die Sache Blickender. Die Distanz, die Buber zwischen Herzl und dem jüdischen Volk ausmachte, war größer nicht vorstellbar: «Herzl war ein Westjude ohne jüdische Tradition, ohne jüdische Erziehung, ohne in der Jugend selbst erworbenes jüdisches Wissen; er war in einem nichtjüdischen Milieu aufgewachsen und mit den jüdischen Massen nie in Berührung gekommen; keine menschliche Kreatur war ihm so fremd wie der jüdische Proletarier.» Buber musste einiges Geschick aufwenden, solche Worte noch in ein Epos zu wandeln: «Er war dem passiven Judentum treu geblieben, nicht aus Judentum, sondern aus Charakter; er trat in das aktive Judentum ein, nicht aus Judentum, sondern aus einer sich solidarisierenden Mannhaftigkeit. Er war ein ganzer Mann, er war nicht ein ganzer Jude.» Bewunderung für den Mann in seiner «schönen Größe und Überlegenheit», doch ein Jude war Herzl für Buber also nicht - allenfalls eine Halbgestalt in jüdischer Sicht: «In Theodor Herzl hat nichts elementar Jüdisches gelebt.» Zwei Dekaden nach den Worten Bubers machte sich einer seiner Schüler daran, die Kritik an Herzl zu erneuern. Was ihm durch die persönliche Unkenntnis Herzls abging, machte er durch die Kenntnis des ersten Bandes der Tagebücher Herzls wieder wett. Der erste Band erschien 1922 und mit seinem Erscheinen war auch Herzl wieder präsenter.
«Sohn seiner Gegenwart»Ernst Simon (1899 - 1988)
Ernst Simon gehörte zur Generation der um 1900 Geborenen. Zu jener Gruppe zählten unter anderem Erich Fromm, Leo Löwenthal, Shlomo Dov Goitein, Gershom Scholem, Hans Jonas und Leo Strauss. Alle wurden auf ihren Fachgebieten Ikonen. In den 1920er Jahren waren sie noch recht unbekannte, talentierte Jung-Akademiker. Sie waren Teil des zionistischen Aufbruchs, der durch den Judenhass in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs ausgelöst worden war. Ihnen kam die Aufgabe zu, sich mit dem Begründer des politischen Zionismus erneut auseinanderzusetzen. Ernst Simon tat dies mit ähnlicher Chuzpe wie sein Lehrer Buber. Er konnte 1922 Herzls Tagebücher als «quellengetreuen Einblick in Sein und Art dieses selbst Geschichte gewordenen Lebens» nehmen. Simons herzlichstes Anliegen war es, Herzl als Kind seiner Zeit darzustellen. Der erste Schritt dazu war die Verbannung von Herzls literarischem Werk. Bei Molière, Cervantes und Shakespeare zeigte das Werk immerhin das lebendige Menschentum. Aber bei Herzl? Der hatte für Simon nicht mal «Schnitzlers und Hofmannsthals geringere Gnaden». Für Simon war Herzl kein Dichter, aber «ein ausgezeichneter Journalist». Ohne große Umschweife rückte Simon Herzl an seinen Platz; und er lässt nicht aus, was als Bosheit genommen werden kann, und doch nur die Wahrheit ist: «Das liberal-jüdische Elternhaus, die juristische Vorbildung, die lange Pariser Tätigkeit gaben seiner geistigen Art eine Einstellung auf das Formale, eine französisch-österreichische Note, einen naturwissenschaftlich-aufklärerischen Anstrich, die in keiner Weise aus dem Zeitalter des technischen Fortschritts und der imperialistischen Ausbreitung herausfielen oder aus ihr herausführen konnten, Herzl war durch und durch ein Sohn seiner Gegenwart - und durchaus keiner ihrer tiefsten Söhne.» Nicht genug damit. Simon nahm sich den «Judenstaat» zur Hand und urteilte: «Bürgerlich und schlecht europäisch ist das Wunschbild, nach dem er seinen „Judenstaat" gestaltet.» Simon selbst war damals ein sehr religiöser Mensch. Sein Zionismus ließ sich der sozialistisch-organischen Strömung zuordnen. Dass Herzl «die Autonomie der Religion, die Unbedingtheit ihrer Sphäre» nicht zu erkennen vermochte, hat seinen Teil zur Abstrafung durch Simon beigetragen. Simons Besprechung der Tagebücher brachte ihm den Ruf eines «Ketzers» ein. Franz Rosenzweig allerdings erkannte etwas, das Simon selbst wohl nicht gesehen hatte. Gegenüber Martin Buber sagte Rosenzweig: «Der Ernst Simon weißt gar nicht, was er damit gesagt hat, nämlich dass es vielleicht das Größte ist, was man über jemanden sagen kann.» Er bezog sich auf folgenden Satz in Simons kleiner Ketzerei: «Auch seine historische Bedeutung ruht nicht in dem, was er war, sondern in dem, was er tat, nicht im Substantiellen seines Wesens, sondern im Funktionalen seiner Kraft. Vor und nach ihm sind Bessere und Größere in der Jüdischen Bewegung aufgetreten - sein Wirken erst hat ihr vergangenes Sein historisch gerechtfertigt, ihr künftiges Leben ermöglicht. Er war kein großer Mensch. Aber er war der Führer, denn er hatte ein großes Amt.»
«Entscheidender Kampf»Leo Strauss (1899 - 1973) und Isaac Breuer (1883 - 1946)
Herzl in einen größeren Zusammenhang stellen; seine Kleinheit mit der Größe des geschichtlichen Verlaufs multiplizieren - ein mittlerweile üblicher Weg: Herzl als Rädchen der Geschichte. Nur welcher? Der göttlichen Weltgeschichte oder der einfachen Weltgeschichte? Was heute die Gemüter bewegt, bewegte schon vor über 80 Jahren Isaac Breuer und Leo Strauss. Beide lieferten sich ein denkerisches Duell, das als Schablone für das Kommende gelten kann. Breuer war der Enkel von Samson Raphael Hirsch, dem Begründer der jüdischen Neo-Orthodoxie. Breuer hatte seinerzeit maßgeblichen Einfluss auf die «Agudas Jisroel», die zwar antipolitisch agierte, aber dennoch versuchte, die Gesellschaft religiös zu infiltrieren. 1925 erschien Breuers Streitschrift «Das Jüdische Nationalheim». Hier erklärte Breuer, dass unter der Herrschaft der Zionisten die Juden Gefahr liefen, Sinn und Zweck ihrer gottgegebenen Existenz zu verlieren: «Dies ist der wahre Charakter des nach innen gerichteten Zionismus: Kampf gegen die Herrschaft Gottes, Kampf gegen die Herrschaft der Thora Gottes.» Für Breuer ging es um den «entscheidenden Kampf»: «Geist und Materie, Heiligkeit und Weltlichkeit, Soll und Sein» stehen sich gegenüber. Kämen die Zionisten mit ihrer Ideologie an die Macht, dann, so Breuer, wäre das «die feierliche Proklamation der Absetzung Gottes und der Thora als Herrscher der jüdischen Staatsnation.» Breuer verdammte Herzl deswegen keineswegs: «Theodor Herzl aber hat, vor dem gähnenden Abgrund stehend, den tollkühnen Sprung mitten unter die Großmächte gewagt und hat, von ihnen wie ein Narr angestarrt, den politischen Anspruch auf das Erbe der Väter erhoben. Diese Tat war, politisch gewertet, entweder wahnsinnig oder genial. Nur der Erfolg kann darüber entscheiden.» Und der Erfolg der Balfour-Deklaration 1917 hatte entschieden, aber das Zustande kommen des Erfolges war laut Breuer nicht menschlichen Ursprungs: «Es hat freilich dazu einer Weltkatastrophe bedurft. Aber gerade dieses buchstäblich wunderbare Zusammenwirken der Umstände bedeutet die Sanktion der Vorsehung. Der Weltkrieg hat Herzls Tat genehmigt.» Leo Strauss konterte den Angriff Breuers. Für ihn waren die Voraussetzungen geklärt, die Alternativen ausgemacht: Gott und Thora oder gottlos und Zionist. Von hier aus begann Strauss Breuer Vorwürfe zu machen. Breuer übersehe die Intention des politischen Zionismus, «weil man ja weiß, wahr und wahrhaftig weiß, dass man Recht hat und die Anderen die Irrenden sind». Das Bild Herzls, die Einordnung in die Vorsehung, verkennt für Strauss die Bedeutung Herzls: «Die Genialität Herzls besteht nicht in einem „Sprung" und nicht in einem „Schrei", sondern in der Politisierung des jüdischen Volkes.» Der Sinn darin bestehe nicht in einem «Normalitätswollen», nicht der Wille zu werden wie andere Völker, war für Strauss die Grundlage des politischen (oder «selbstkritischen») Zionismus. Allein dadurch, dass die «dogmatischen Voraussetzungen der Orthodoxie durch die europäische Kritik als fragwürdig erkannt sind», war der politische Zionismus bedingt und berechtigt. Aus dieser Stellung kann für Strauss der Kampf beginnen und der politische Zionismus kann sich dabei - im Gegensatz zur Orthodoxie - «nur auf die Vernunft berufen».
«Krise des Zionismus»Hannah Arendt (1906 - 1975)
Für Hannah Arendt war der Weg zur Vernunft nicht leicht. Erst als sie sich aus dem philosophischen Nichts ihres Liebhabers Heidegger gelöst hatte, gelang es ihr, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren - ihrem Wesen nach war Hannah Arendt Jüdin. 1942 machte Arendt die «Krise des Zionismus» aus und stellte, wie schon Ernst Simon, Herzl zurück ins historische Glied, aus dem er gekommen war. «Die Zeiten, da man Politik „von oben herab" (Herzl) machen konnte, die Zeiten des großen realpolitischen Spiels fest etablierter Mächte, in das man sich einschalten konnte, sind vorüber. Es ist in München im Herbst 1938 eines schändlichen Todes gestorben.» Herzls liebste Waffe, die Diplomatie als Großmachtpolitik - für Arendt war sie keine Option mehr. Stattdessen meinte sie, «dass die Herzlsche Konzeption dringend revisionsbedürftig geworden ist». Arendts Zionismus sollte, in Gedanken ganz bei Bernard Lazare, auf eine breite revolutionäre Bewegung fußen. Unweigerlich sieht Arendt die Politikvorstellung Herzls in unangenehmer Nachbarschaft: «Seither spielen das große imperialistische Spiel nur noch die Faschisten, die Hitler und Mussolini, die Lavals und Francos». Das war nicht das einzige Mal, dass der Vorwurf der Nähe zum Faschismus gegenüber Herzl erhoben wurde.
«Gemeinsamkeit eines Gegners»Victor Klemperer (1881 - 1960)
1946 dechiffrierte Victor Klemperer in seinen «Aufzeichnungen eines Philologen», besser bekannt unter dem Kurztitel «LTI», die Lingua Tertii Imperii, die «Sprache des Dritten Reiches» der deutschen Nationalsozialisten. Was diese mit Herzl zu tun hatte? Bei Max Nordau war es noch klar: Er hatte die «Entartung» erfunden, die dann vom Hitler und den Seinigen okkupiert wurde. Aber Herzl und Hitler? «Wieder und wieder Übereinstimmungen der beiden - gedankliche und stilistische, psychologische, spekulative, politische, und wie sehr haben sie sich gegenseitig gefördert!», meinte Klemperer in «LTI». Und noch mehr: Klemperer machte bei Herzl das aus, was Grundansicht von Hitlers Judenhass wurde: «Von allem, worauf Herzl eine Volkseinheit basiert, passt völlig auf die Juden nur eines: die Gemeinsamkeit eines Gegners und Verfolgers; unter diesem Gesichtspunkt sind freilich die Juden aller Nationen Hitler gegenüber zum „Weltjudentum" verschmolzen». Recht hatte Klemperer, gerecht war er gegenüber Herzl nicht.
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