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«Drei Wochen im November»von José Luis CorreaEs ist dem kleinen Unionsverlag aus Zürich in den letzten Jahren immer wieder gelungen, den Leser mit wunderbaren, an ungewöhnlichen exotischen Orten spielenden Krimis zu erfreuen, zuletzt etwa mit dem «Fengshui-Detektiv» aus Hongkong oder dem ewig überambitionierten Unglücksraben Inspektor Ghote aus Bombay. Es ist jedoch nie der exotische Schauplatz, der diese Reihen so lesens- und liebenswert macht, sondern ohne Ausnahme die literarische Qualität, der Ideenreichtum und der oft humorgespickte Erzählton von Autoren wie H.R.F. Keating, Nury Vittachi oder Clemens Stadlbauer, die Krimis aus dem Unionsverlag so unverwechselbar machen und sie auf diese Weise weit über das Niveau der zur Zeit so beliebten «Regionalkrimis» hinausheben. Nun tritt ein weiterer Privatdetektiv auf den Plan, der an einem Ort arbeitet, wo andere Leute nur Urlaub machen: Ricardo Blanco, ein sympathischer Verlierertyp, der sich für Lyrik, Philosophie und alte Filme interessiert, ermittelt in Las Palmas auf Gran Canaria, der «einzigen Großstadt der Kanarischen Inseln». Sein erster Fall führt ihn in die High Society der Insel. Der Snob Toñuco Camember ist mit einem Einschussloch in der Stirn und einer dazu passenden Pistole in der Hand tot aufgefunden worden. Seine schöne Verlobte Maria Arancha mag jedoch nicht an den amtlich festgestellten Selbstmord glauben und beauftragt Ricardo Blanco deshalb mit weiterführenden Ermittlungen. Schon bald entgeht dieser selbst nur mit viel Glück einem heimtückischen Mordanschlag, und die allmählich schwindende Distanz zu seiner Klientin verkompliziert den Fall noch zusätzlich. Dem Literaturprofessor José Luis Correa ist ein leichtfüßiger und humorvoller, aber dennoch packender klassischer Kriminalroman im Geiste von Manuel Vazquez Montalban und seinem unvergesslichen Pepe Carvalho gelungen, dem eine große Leserschaft zu wünschen ist und der neugierig auf noch ausstehende weitere Bände macht. «Drei Wochen im November»
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