Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() Hamburger OdysseeDas juristische Ende eines Ordinierungsstreits hat in der Gemeinde noch Nachwirkungen
Der beinahe zweijährige Streit zwischen der Jüdischen Gemeinde Hamburg und dem ehemaligen Landesrabbiner des Stadtstaates sowie des angrenzenden Landes Schleswig-Holstein, Dov-Levy Barsilay, ist Mitte Juni vor einem Gericht der Hansestadt in einer Art Vergleich zu Ende gegangen. Die Gemeinde hatte dem Geistlichen 2008 vorgeworfen, dass seine Smicha, die Ausbildungsgrundlage für das Ausüben des rabbinischen Amtes, offensichtlich gefälscht und daher nicht gültig sei und ihn daraufhin aus dem Dienst entlassen.
Barsilay wurde 1947 in Tel Aviv geboren und ist der Sohn des 2005 verstorbenen ehemaligen Landesrabbiners von Bremen, Benyamin Barsilay. Bei seiner Einstellung 1993 hatte Barsilay der Hamburger Gemeinde ein von ihm in Israel erlangtes Rabbiner-Diplom vorgelegt, ausgestellt 1986 vom Rabbinat von Netanya. Der Vorstand soll jedoch vom Rabbinat informiert worden sein, dass das von Barsilay vorgelegte Dokument dort nicht ausgestellt wurde. Ein Mitarbeiter im Büro des Oberrabbiners von Netanya, David Chaim Chelouche, bestätigte auch, dass diejenigen Personen, die Barsilays Smicha unterzeichnet hatten, dazu nicht berechtigt gewesen wären. Barsilay legte daraufhin eine zweite Smicha der Jeschiwa von Haifa vor, die zu einer Amtsaufnahme als Rabbiner berechtige. Das israelische Oberrabbinat erklärte daraufhin, mit der ganzen Angelegenheit nicht vertraut zu sein und zog sich aus der Auseinandersetzung...
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