Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() "Wir sind keine Untergrundorganisation"Potsdam hat jetzt eine dritte jüdische Gemeinde
Nein, eine direkte Reaktion auf die ablehnende Haltung vieler Potsdamer Juden gegenüber dem Synagogenneubauprojekt sei diese Gründung nicht, betonte Ud Joffe. Er hatte gemeinsam mit Rabbiner Nachum Presmanam letzten Junifreitag zur Pressekonferenz über die Gründung der «Synagogen-Gemeinde Potsdam» geladen. Viel mehr sei die Gründung einer dritten jüdischen Gemeinde in der brandenburgischen Landeshauptstadt Ausdruck der tiefen Unzufriedenheit vieler Mitglieder der «Jüdischen Gemeinde der Stadt Potsdam», die, so Joffe, vor allem ihre religiösen Aufgaben nicht erfülle. Vitali Ferchtman, Gabai des neuen Synagogenvereins, ergänzte, dass die Religion im «Codex» dieser Gemeinde gar nicht mehr vorkomme und Kenntnisse in religiösen Dingen dem gegenwärtigen Vorstand völlig fehlen würden.
Mit dieser Situation hoch unzufrieden hat sich auch Rabbiner Presman der neuen Synagogen-Gemeinde angeschlossen. «Wenn eine Ehe nach 10 Jahren kinderlos bleibt, müssen sich die Partner auch neu orientieren», interpretierte er diesbezüglich den Talmud. Er habe nach anfänglichen sehr guten vier Jahren in den letzten zehn Jahren sehr gelitten, immer sei alles «chaotisch» gewesen. Achtmal sei allein die Synagoge umgezogen und mit dem neuen Synagogenprojekt würden mit Sicherheit die religiösen Aufgaben einer jüdischen Gemeinschaft nicht erfüllt werden können. Der Ruf nach eigenen, neuen Strukturen sei schon lange unüberhörbar laut an ihn herangetragen worden.
Nicht nur er persönlich steht nun der neuen «Synagogen-Gemeinde Potsdam» als Rabbiner zur Seite, sondern auch...
Die Vollversion dieses Textes können Sie in der Printausgabe der «Jüdischen Zeitung» lesen. Sie möchten die «Jüdische Zeitung» abonnieren? Dann füllen Sie einfach das Bestellformular unter http://www.j-zeit.de/abonnieren/ aus und beziehen Sie die Zeitung bequem jeden Monat nach Hause. |