Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() KompromisslosEin Besuch bei dem israelischen Comic-Autor Gabriel S. Moses
Es ist ein sonniger Donnerstagnachmittag. In Friedrichshain, einem der sogenannten Szenebezirke von Berlin, ist - wie immer - viel los. Das Straßenbild ist geprägt von mehr oder weniger schicken Altbauten, man begegnet aufgestylten jungen Leuten, die auf den ersten Blick wirken, als hätten man sie aus einem der angesagten Mode- und Musikmagazine ausgeschnitten, und man trifft auf alteingesessene Ostberliner, die sich um all diese Modetrends wenig scheren. Noch etwas anderes fällt auf: An den U-Bahn-Ausgängen haben es sich kleine Grüppchen von Punks auf dem Gehweg bequem gemacht. Mit ihren bunten Haaren und den zerrissenen Klamotten heben sie sich doch ab von ihrer Umgebung. Hin und wieder sprechen sie vorbeilaufende Passanten an und versuchen, ein wenig Geld oder Zigaretten zu schnorren.
Eine gute Einstimmung auf das bevorstehende Interview mit Gabriel S. Moses, einem israelischen Comic-Künstler und Musiker, der in seiner vor Kurzem veröffentlichten Graphic Novel «Spunk» aus dem Lebens des israelisches Punk-Mädchens JJ erzählt.
Moses wohnt in einer Wohngemeinschaft in Friedrichshain, einer typischen Studentenbude; klein, aber irgendwie gemütlich und zudem erstaunlich aufgeräumt. Ein wenig überraschend ist der erste Eindruck von Gabriel S. Moses schon. Moses ist ein junger, zunächst recht zurückhaltender Mann, der mit den Punks, denen man soeben auf der Straße begegnet ist, keine große Ähnlichkeit hat. Er trägt ein löchriges T-Shirt mit dem Schriftzug einer seiner Lieblingsbands, eine verwaschene Jeans und eine große, recht markante Brille. Was sofort ins Auge fällt, sind seine Tattoos auf den Händen und sein fransiges Bärtchen, doch alles in allem würde man Moses auf deutschen Straßen wohl kaum als Punk identifizieren.
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