Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() Ein SeelenspiegelIn Potsdam wurde der Nachlass von Uriel Birnbaum aufgearbeitet
Für Uriel Birnbaum muss Papier das wichtigste Lebensmittel gewesen sein, es war ihm das nötigste Arbeitsmaterial. Poet und Maler zugleich, gehört der Sohn des Philosophen Nathan Birnbaum zu den wohl produktivsten Künstlern des vergangenen Jahrhunderts. Und zu den erfolglosesten. Geboren 1894, wuchs Uriel Birnbaum in der ungarisch-österreichischen Donaumonarchie auf. Ein Erweckungserlebnis machte den 19-Jährigen zum tief religiösen Menschen, was sein Leben und seine Kunst fortan wesentlich bestimmen sollte. Den ersten Weltkrieg sah er als Gottes Fügung an, der er sich freiwillig stellte und die er schwer verwundet überlebte. Zunächst gelang es ihm noch, einige seiner expressionistischen Bilder zu veröffentlichen, doch der virulente Antisemitismus grenzte den Künstler zunehmend aus. 1939 glückte ihm mit seiner Familie die Flucht in die Niederlande, wo er 1956 starb.
Vor drei Jahren übernahm das Moses Mendelssohn Zentrum einen Teil des...
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