Ein wahres Disneyland im Orient

Ein Zwischenstopp in Dubai kann verzaubernd unterhaltsam sein

Nach einem Viertagesausflug nach Samoa (einschließlich einer Tsunami-Evakuierung um vier Uhr morgens), einer ehemaligen deutschen Kolonie in der Südsee, und zwei weiteren Tagen in Neuseeland (vgl. JZ vom Juni 2010) musste es wieder nachhause gehen. Ein dreitägiger Zwischenstopp in Dubai sollte dabei nach fast zwanzigstündigem Flug von Auckland über Melbourne ausreichend Erholung geben, den Zeitunterschied von zwölf Stunden zwischen Neuseeland und Mitteleuropa bzw. neun Stunden nach Dubai zu überwinden. Allerdings war in der Zwischenzeit in Dubai einiges passiert: Am 20. Januar 2010, noch vor meiner Abreise, wurde das führende Hamasmitglied Mahmud al-Mabhuh tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Am 29. Januar wurde der Leichnam nach Damaskus überführt und auf dem Friedhof eines außerhalb der Hauptstadt gelegenen palästinensischen Flüchtlingslagers beerdigt. Während meines Aufenthaltes in Neuseeland wurden schließlich Details zu dem Vorfall veröffentlicht: Etwa, dass es sich um Mord handelte und nach 26 Beteiligten mit meist gefälschten Pässen, aber meist durchaus realen Identitäten gesucht werde. Al-Mabhouh, der unter dem Namen Adbul Ra'ouf Mohammed selbst mit einem gefälschten Pass Dubai betreten hatte, wird von israelischen Quellen als Schlüsselfigur im Schmuggel von Waffen aus dem Iran nach Gaza bezeichnet. Er galt als wichtiges Mitglied der Brigade «Izz a-Din al-Qassam», dem militärischen Flügel der Hamas. Israel hat eine Verwicklung in den seltsamen Tod von Al-Mabhuh bis heute weder bestätigt noch verneint.

 

Unter dieser Prämisse nun reiste ich Anfang März in Dubai ein. Ob mein österreichischer...

 


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Matti Goldschmidt

«Jüdische Zeitung», Juli 2010