Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() Der Anfang ist gemachtDie Servicestelle hat ihre Arbeit aufgenommen – und wurde von uns getestet
«Jüdische Gemeinde zu Berlin, Guten Tag! Wie kann ich Ihnen helfen?», so klingt die freundliche Telefonstimme seit Anfang Oktober auf der zentralen Einwahlnummer der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Die Telefonzentrale unter (030) 880 280 ist in den neu gestalteten Empfang im Gemeindehaus an der Fasanenstrasse integriert. Beide Einrichtungen bilden die Servicestelle, die Montag bis Donnerstag von 09.00 Uhr bis 19.00 Uhr, am Freitag bis 15.00 Uhr und am Sonntag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr besetzt ist. Schon jetzt gehen täglich etwa 70 Anrufe ein. Die meisten Fragen oder Anliegen werden schon hier beantwortet und bearbeitet, andere sofort in die Fachabteilungen weitergeleitet. Noch ist es eine sehr große Umstellung für die meisten Gemeindemitglieder, ihre Verwaltung nun am historischen Standort in der Oranienburger Strasse zu wissen, daher wird die Servicestelle auch stark von Besuchern frequentiert. «Im Moment sind wir dabei, die Ansprüche unserer Gemeindemitglieder, aber auch der Gäste der Gemeinde, zu erfassen: Werden wir mehr vormittags, mehr in den Abendstunden gebraucht? Kommen die Anrufe und Besucher auch an den Sonntagen, nehmen sie dieses Angebot an, das es ja bislang in der Gemeinde überhaupt nie gab», erfahren wir vor Ort. Hinzu kommen viele Gruppen, vorrangig Schüler, aber auch viele Israelis und Amerikaner, berichten uns die fünf Mitarbeiterinnen. Wir haben über mehrere Tage anonym getestet, ob auch die versprochene Auskunftsfähigkeit zum jüdischen Leben Berlins gegeben ist, die gerade für Berlin-Besucher wichtig sein wird. Die Damen erwarten aus dieser Gruppe einen großen Zulauf, wenn Angebot und Erreichbarkeit der Servicestelle in den nächsten Auflagen der touristischen Hauptstadtpublikationen abgedruckt sein werden. Unsere gezielten Fragen, etwa nach dem «Prinz-Albrecht-Gelände», immerhin ein Ort, der unter diesem Namen weniger bekannt ist, oder auch dem Moses Mendelssohn Zentrum in der Nachbarstadt Potsdam, wurde ebenso beantwortet, wie nach den Programmen der «Jüdischen Kulturtage», der Jüdischen Volkshochschule sowie nach den Zeiten der Gottesdienste. Bei gleichfalls anonymen Tests, unseren Besuchen in der Servicestelle, wurden uns Prospektmaterialien, etwa zum Programm des Jüdischen Museums Berlin, zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas und zu den Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück in die Hand gedrückt. Eine Nachfrage zur Neuen Synagoge verbanden die Mitarbeiterinnen mit dem Tipp, doch auch die Jüdische Galerie zu besuchen, die sich im gleichen Haus befände. Unsere Frage, wo man denn in dieser Stadt koscher essen gehen könne, fand ebenso eine Antwort, ein Prospekt des «Bleibergs» konnten wir mit nach Hause nehmen, auch den Hinweis auf das Restaurant im Obergeschoss oder den Geheimtipp für das «Avivit». Sogar für Zigarrenraucher hatten die Damen eine Idee und empfahlen die «Casa del Habano», ein paar Meter weiter im Hotel «Savoy», das uns zugleich für eine eventuelle Übernachtung vorgeschlagen wurde. Alles in allem: Unsere «Tester» waren zufrieden. Schade nur, dass die Prospekte (noch) nicht bei einer Tasse Kaffee studiert und so der weitere Tag geplant werden konnten. Wenn jedoch, noch in diesem Monat, das Café unmittelbar neben dem Empfang eröffnet wird, werden Sie inmitten des hektischen Großstadttreibens dort auch ganz entspannt unsere Zeitung lesen können... |