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«Es gibt hier poetische Gerechtigkeit»Der Schoah-Überlebende Chaim Rozwaski ist seit fünf Jahren als Rabbiner in Berlin tätig
Ganz oberflächlich betrachtet, sind Michael Blumenthal und Chaim Rozwaski in ihren Biografien kaum unterschiedlicher vorstellbar: Erfolgreicher Ökonom und Ex-US-Finanzminister der eine - international geschätzter Rabbiner, Filosof und Schriftsteller der andere. Auf den zweiten Blick gibt es schon mehr Gemeinsamkeiten: Die gemeinsame Erfahrung etwa, Naziterror und Holocaust überlebt zu haben, entweder durch Flucht oder durch Versteck. Auch das Bewusstsein, später in Amerika einzigartige Entwicklungs- und Betätigungsmöglichkeiten gefunden zu haben, gehört dazu. Erst recht aber teilen sie die Herausforderung, neues jüdisches Leben «60 Jahre danach» - im Zentrum der einstigen «Reichshauptstadt» - zu begleiten, zu aktivieren und zu repräsentieren: Der eine als Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, der andere als Rabbiner der Jüdischen Gemeinde der Hauptstadt. Das vitale Engagement der beiden betagten Amerikaner an der Spree ist ein «Ja» zu dieser Republik, und zugleich wohl auch eine Versöhnung mit ihren eigenen, brüchigen Lebensläufen. Traumatischer als jene von Chaim Rozwaski kann eine Kindheit selten abbrechen. Geboren 1935 in dem einstigen polnischen Schtetl Zdienciol nahe Nowogrodek (heute Weißrussland), erlebt er als Vorschulkind den Einmarsch und die Okkupation durch die sowjetische Armee und als Erstklässler dann die Besetzung durch die deutsche Wehrmacht. An die jeweiligen Tage, in denen die fremden Truppen den kleinen Ort in Beschlag nahmen, erinnert sich Chaim Rozwaski noch sehr präzise: «Ich weiß noch, dass es an dem Tag, als die Russen kamen, stark geregnet hat. Trotzdem haben wir Kinder im Freien gespielt, und plötzlich wurde im Ort geschossen. Unsere Eltern haben natürlich mit uns geschimpft, was wir dort draußen wohl suchen würden.» Kurz nach dem Einmarsch der Sowjets verlor Chaims Vater seine Arbeit als Händler, doch es sollte noch viel schlimmer kommen. «Als die Deutschen im Sommer 1941 kamen, waren wir vorgewarnt. Wir versuchten zunächst, auf einen Bauernhof in der Nähe von Zdienciol auszuweichen», berichtet Chaim Rozwaski. «Aber der Zufall wollte es, dass genau bei diesem Bauernhof deutsche Fallschirmjäger landeten. Dann haben sie die ganze Stadt beschossen. Wir hatten ein Pferdefuhrwerk, das uns die Deutschen sofort wegnahmen. Meinem Vater haben sie erklärt, er könne froh sein, noch am Leben zu sein.» Wenige Wochen später werden 120 männliche Bewohner von Zdienciol verschleppt - unter dem Vorwand, man brauche sie zum Bau deutscher Militäranlagen. Chaims Vater ist dabei, und bald wird bekannt, dass die Männer schon zwei Tage nach ihrem Abtransport erschossen worden waren.
Überlebt in den Wäldern «Ich bin dann mit meiner schwangeren Mutter und den beiden Schwestern allein zurückgeblieben, und Anfang Dezember 1941 haben die Deutschen ein Getto im Ort eingerichtet.» Chaims Mutter und der inzwischen zur Welt gekommene Bruder werden von den Nazis getötet. Ihm selbst, seinen Schwestern und einem Onkel gelingt es, sich während der Liquidierung des Gettos zu verstecken und anschließend in den weißrussischen Wäldern unterzutauchen. Sie überleben bis Sommer 1944, als die sowjetische Armee die Gegend wieder unter Kontrolle bekommt. Der junge Chaim muss nun nicht mehr um sein Leben fürchten, doch ein «Normalzustand» kann sich nicht einstellen. Polnische Einwohner werden mit Kriegsende weiter nach Osten gesiedelt, die geostrategischen Landkarten werden neu entworfen. Chaim Rozwaski ist 10 Jahre alt, eltern- und heimatlos, und er weiß im Prinzip nicht wohin. Eine Zwischenstation wird Lodz, wo er sich mit einigen zionistisch gesinnten Jugendlichen anfreundet. Palästina wird als Option diskutiert, zunächst aber gelangen die Jugendlichen nach Deutschland, ins Land der Täter. Chaim Rozwaskis dortige Stationen heißen unter anderem Landsberg und Ziegenheim, wo die Alliierten zwei Aufnahme- und Durchgangslager für jüdische «displaced persons» eingerichtet haben. «Hier gab es Unterricht im Judentum und im Zionismus gleichermaßen», erinnert sich der Rabbiner an jene Zeit vor 60 Jahren. «Jung und Alt begannen, Pläne für Emigration und Neuanfang zu schmieden, und natürlich wollten einige nach Palästina, andere nach Amerika. Die Briten haben damals die Zuwanderung nach Palästina blockiert. Es gab zum Glück eine andere Möglichkeit wegzukommen, ich durfte nach Kanada. Der Kanadische Jüdische Kongress setzte sich für eltern- und heimatlose jüdische Kinder aus Europa ein, und da war ich vielleicht eines von Tausend», so der heute Siebzigjährige. «Schon in den DP-Lagern hatte ich ein bisschen Hebräisch gelernt, und als wir nach Winnipeg kamen, gab es dann auch richtige jüdische Bildung, in einer Talmud-Tora-Schule. Bis heute sind wir Kinder von damals Freunde geblieben, und wir hatten einen sehr einfühlsamen Rabbiner und Lehrer in Winnipeg, Abraham Kravetz.» Rabbiner Kravetz entdeckt, dass Chaim Rozwaski sich mehr als die anderen für filosofische und religiöse Fragen begeistern kann, gibt ihm zusätzliche Einblicke in die Welt des Judentums. Der Funke ist übergesprungen - Chaim will Rabbiner werden. Nach Abschluss der Schulzeit zieht er nach Chicago und studiert am dortigen Hebrew Theological College, an der Roosevelt University und an der Northwestern University. «Das Studium nahm den ganzen Tag in Anspruch, es ging im Prinzip ständig zwischen Jeshiva und Universität hin und her. Abends habe ich dann noch selbst Kurse an der Hebrew School gegeben.»
Ungebremster Wissensdurst Erfahrungen als Studentenrabbiner sammelt Chaim Rozwaski bald in Lafayette (Indiana), später wird der ordinierte orthodoxe Rabbiner auch am Baltimore Rabbinical College über Rabbinisches Recht promovieren. Zusatzausbildungen in Filosofie und Ästhetik werden dazukommen - der Wissensdurst des jungen Mannes scheint unerschöpflich. Das eigentliche Berufsleben als Rabbiner nimmt seinen Anfang in Peekskill (Bundesstaat New York), jener Stadt, der auch solche Künstlergrößen wie Mel Gibson und T. C. Boyle entsprangen. Im Jahre 1957 heiratet Chaim Rozwaski Roberta Koppel, der Ehe mit ihr entspringen im Laufe der Jahre sechs Kinder. Alle Kinder leben heute in den USA, während Ehefrau Roberta seit August 1998 mit ihrem Ehemann das «Abenteuer Deutschland» teilt. Zu diesem Zeitpunkt - Ende der 1990er Jahre - liegen 40 erlebnisreiche Gemeinde-Jahre hinter dem mild lächelnden, weißbärtigen Mann mit den lebendigen Augen. Allein in Orlando (Florida) betreute die Gemeinde 11 Jahre lang, daneben arbeitete in Oberschulverwaltungen und an religiösen Schiedsgerichten mit, pflegte politische Kontakte, war als Funktionär für jüdische Wohlfahrt tätig und engagierte sich seit den 1980er Jahren in den leitenden Gremien für die in Amerika entstehenden Holocaustmuseen und -gedenkstätten. «Ich habe in Amerika ein sehr erfülltes Arbeitsleben als Rabbiner und Ehrenamtlicher gehabt, und vier Jahre in England waren auch dabei», erzählt Rozwaski rückblickend in fast schwärmerischem Ton. Was mag ihn dann «geritten» haben, die geliebte Wahlheimat zugunsten einer Stadt aufzugeben, in der er auch heute noch - vielleicht spontan und unerwartet - einstige deutsche Wehrmachtstäter oder SS-Schergen wieder treffen könnte? Chaim Rozwaski zieht es vor, über derartiges nur indirekt zu reflektieren: «Natürlich ist es legitim zu hinterfragen, ob und wieso man heute als Jude in diesem Land, in dieser Stadt leben kann. Auch ich habe mir diese Frage gestellt, und ich habe meine Antwort darauf gefunden. Aber ich möchte diese Antwort für mich behalten.» Mit nachdenklicher Miene fährt der Rabbiner dann fort: «Natürlich haben wir von Amerika aus beobachtet, wie sich nach der deutschen Wiedervereinigung wieder jüdische Einrichtungen und Organisationen in diesem Land entwickeln. Es war klar, dass Juden hier dauerhaft hier leben wollten und dass Hilfe von außen kommen musste. Wie Sie ja wissen, engagieren sich sehr verschiedene Organisationen in Deutschland, um dem jüdischen Gemeindeleben, der Bildung, der Wohlfahrt wieder auf die Beine zu helfen. Ich selbst kam im August 1998 im Auftrag der Ronald S. Lauder Foundation nach Berlin. Wir hatten das Glück, dann hier das „Ronald S. Lauder Jüdische Lehrhaus" in der Rykestraße gründen zu können.»
Ein neues Lehrhaus In den Räumen, welche die Lauder Foundation im Ostberliner Synagogenkomplex in der Rykestraße beziehen konnte, entwickelte sich bald ein reges geistiges Leben. «Studenten aus Köln, Weimar, Erfurt und Rostock fanden zu uns - und die Leute kamen und kommen mit Begeisterung.» Mittlerweile ist die Ronald S. Lauder Foundation dabei, in der Brunnenstraße in Berlin-Mitte ein eigenes Beth Midrash einzurichten, die studentischen Seminare haben längst internationales Flair bekommen, die Bewerberzahl ist enorm gestiegen («JZ» berichtete). «Das sich hier wieder religiöses Leben entwickelt, auch und gerade unter jungen Leuten, das hat für mich so etwas wie poetische Gerechtigkeit», lächelt der Rabbiner. Für Chaim Rozwaski kam es allerdings schon zwei Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland zu einer weiteren, wesentlichen Weichenstellung: Die Jüdische Gemeinde zu Berlin engagierte ihn im Jahre 2000 als Rabbiner, und dieser Aufgabe ist er bis heute treu geblieben. Nach Zdienciol, in die Stadt seiner ersten Kinderjahre, ist Chaim Rozwaski allerdings nie wieder gefahren. Mit verschiedenen Orten, an denen das Grauen ähnlich wütete und die im öffentlichen Bewusstsein viel präsenter sind, hat er sich aber sehr wohl auseinandergesetzt. «Ich bin in Buchenwald gewesen, in Sachsenhausen und auch in Ravensbrück», sagt der Rabbiner, «und im Mai 2003 war ich auch in Warschau.» Rozwaski geht dem Thema Holocaust nicht aus dem Weg, hat seine persönlichen Erfahrungen aber nie ausführlich thematisieren wollen. «Meine Kinder drängen mich schon, dass ich meine Memoiren insgesamt zu Papier bringen soll», sagt der Rabbiner, «aber irgendwie fehlt mir im Moment die Zeit.» In der Hauptstadt ist der Name Rozwaski mittlerweile kein unbekannter mehr: Denn neben seiner Tätigkeit in der Jüdischen Gemeinde hielt der Rabbiner während der vergangenen Jahre gern auch Vorträge und Seminare über Judentum an der Technischen Universität - hier über jüdische Semiotik - und an der Universität Potsdam. Eine besonders enge Beziehung hat sich aber zum «Institut Kirche und Judentum» an der Humboldt Universität Berlin entwickelt, mit dessen Direktor Peter von der Osten-Sacken Chaim Rozwaski eine regelrechte Freundschaft verbindet. Was liegt da näher, als dass sich der Rabbiner gelegentlich auch in interreligiöse Gespräche und Debatten in der Hauptstadt einmischt? «Ich bin in Kontakt mit verschiedenen katholischen und protestantischen Theologen, diese Gespräche sind sehr wichtig», bemerkt Rozwaski. Im Januar 2005 nutzte er die Gelegenheit, am Brüsseler Weltkongress der Imame und Rabbiner für den Frieden teilzunehmen - eine Initiative der französischen Organisation «Hommes de Parole», die sich auf globaler Ebene für die Verständigung zwischen den Religionen und gegen religiösen Fanatismus engagiert. Was gut für den Frieden und die Gesamtgemeinschaft ist, hat bei Rabbiner Rozwaski auch Priorität, wenn es um innerjüdische religiöse Kontroversen geht. Die verschiedenen Bewegungen im Judentum vergleicht er mit den Ästen an einem Baum: Alle Juden seien Teil dieses vitalen Baumes, und die daran verwachsenen Zweige seien die einzelnen, heute nebeneinander existierenden Strömungen. Von weitschweifigen Modelldiskussionen - in Deutschland etwa jene um das Dauerthema «Einheitsgemeinde oder nicht» - hält sich der amerikanische Rabbiner eher fern. Mit religiöser Vielfalt kann Chaim Rozwaski allerdings gut umgehen, er schaut zuerst nach dem Verbindenden, und dann nach dem Trennenden: «All das, was die Einheit der jüdischen Gemeinschaft und den inneren Zusammenhalt stärkt, was der Gemeinschaft etwas nützt, all das ist gut. Wenn das auch in pluralistischer Weise funktioniert - warum nicht? Aber alle Argumente und Aktivitäten müssen letztendlich zu einer Stärkung der Gemeinschaft führen. Es muss gut sein für alle. Entweder führen Aktivitäten zu Frieden, oder sie führen zu Streit. Führt es zur Einheit oder führt es zu Trennung? Das ist für mich der Lackmustest.»
Würde und Widerstand In der Berliner Gemeinde hat Chaim Rozwaski von Anfang an großen Wert darauf gelegt, dass religiöse Bildungsprogramme für sämtliche Altersgruppen angeboten werden - jüdische Bildung sei etwas «Überlebensnotwendiges». Immer wieder hat er betont, dass der einzelne, bewusst in seiner Religion und Tradition lebende Jude sich in den Ritualen, in den Feiertagen, in der Kaschrut und in der Geschichte des jüdischen Volkes auskennen solle. Letzteres schließt für ihn auch die publizistische Auseinandersetzung mit dem Holocaust ein. Im Jahre 2004 erschien aus Rozwaskis Feder im Philo Verlag «Würde und Widerstand. Reflexionen über die Schoah». In diesem Buch plädiert der Rabbiner dafür, die schmerzlichen Erinnerungen an den nationalsozialistischen Judenmord auch in Zukunft wach zu halten. Er übt einerseits Kritik an der Entpersonalisierung, Verharmlosung, Christianisierung und Kommerzialisierung des Holocaust und würdigt andererseits die Courage und den Heroismus des jüdischen Widerstands. Ganz ähnlich wie der Historiker Arno Lustiger widerspricht Rozwaski energisch der Behauptung, die Juden hätten sich wie «Schafe zur Schlachtbank» führen lassen. Als Rabbiner wirft er - in Anbetracht des Unfassbaren - auch die so genannte «Theodizeefrage», die Frage nach der Anwesenheit oder Nichtanwesenheit Gottes zur Zeit der Schoah, neu auf. Chaim Rozwaski ist kein unpolitischer Mensch. Er nimmt sowohl internationale Konfliktzuspitzungen als auch veränderte nationale Bedingungen in Deutschland wahr - und denkt darüber nach, was sie für das jüdische Leben hier bedeuten können. Doch der 70jährige Amerikaner scheint nicht nur ein weiser rabbinischer Gelehrter, sondern auch ein «unverbesserlicher» Optimist zu sein. In einer Zeit weltweiter Terroranschläge und ethnischer Spannungen, deutscher Depression und Stagnation und Berliner Gemeindechaos versucht er, die Dinge mit filosofischer Gelassenheit zu betrachten: «Sehen Sie, die ganze Welt befindet sich heute im Umbruch - wirtschaftlich, kulturell, geistig und psychologisch. Deutschland geht auch durch eine große Transformationen, Berlin als Stadt genauso - und auch die Jüdische Gemeinde selbst. Wo Transformation und Wechsel sind, da gibt es nun mal Turbulenzen. Es gibt Unannehmlichkeiten, aber vergessen Sie nicht die Umstände. Wir haben hier in Berlin eine Gemeinde voller Einwanderer. Die Menschen sind voller Stress, viele von ihnen haben große Sorgen und Probleme im Alltag, und bei der Integration. Man muss Verständnis und Geduld haben, auch und gerade für die alltäglichen Sorgen.»
«Austritte sind keine Lösung» Dann richtet sich Chaim Rozwaski auf und sagt mit betont fester Stimme: «Bei allen Turbulenzen, die wir gerade erleben - Berlin hat dennoch eine wunderbare Jüdische Gemeinde. Es gibt hier alles, was man braucht, um als Jude leben zu können - von der Geburt bis zum Tode. Wir haben so viele funktionierende Einrichtungen, angefangen bei den Kindergärten und Schulen, wir haben Vereine und Synagogen. Die Frage ist: Nutzen es die Menschen, oder tun sie es nicht? Austritte sind keine Lösung. Ich bin hier lange genug als Rabbiner dabei, um sagen zu können: Die Berliner Gemeinde hat viele kluge, vernünftige, gute Menschen, die das Wohl der Gemeinde im Herzen haben. Für diese und für uns alle hoffe ich sehr, dass sich die Dinge bald zum Guten wenden.» Sieben Jahre hat Chaim Rozwaski jetzt in Berlin verbracht. Nicht nur in der Gemeinde wird er geschätzt, auch als Gesprächspartner auf nationalen wie internationalen Foren und Podien ist er gefragt. Es kommen Anfragen von interreligiösen Gremien, Medien wollen Auskunft, Konvertiten bitten um Gesprächstermine. Eingeweihte Kollegen gehen davon aus, dass der 70jährige Amerikaner das «Pensum von dreien» leistet. Eine geeignete Strategie vielleicht auch, um sich gegen «Amerika-Fernweh» zu schützen? «Heimweh», winkt Chaim Rozwaski mit einem fast ironischen Lächeln ab, «kann ja nur aufkommen, wenn man nichts zu tun hat.» Mit wesentlich ernsterer Stimme fügt er dann hinzu: «Heute leben so viele Menschen mit ständigem Ortwechsel, die Umgebung ändert sich immer wieder, auch die persönlichen Aufgaben und der Job. Es kann passieren, dass man dann manchmal selbst nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist. Da ist es doch gut, das Bewusstsein zu haben, dass Gott ständig da ist.» |