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Das Alleinsein des Sidra Bereschit Samstag, den 6. Oktober 2007 den 24. Tischri 5768 Toralesung: Bereschit 1:1-6:8 Haftara: Jeschajahu 42:5-43:10
Nach der Erschaffung des Menschen wird, im Gegensatz zu allen anderen Einzelteilen der Schöpfung, nicht gesagt: «und der Herr sah, dass es gut war». Manche erklären dazu, die Tora habe diese Formel am sechsten Tag nicht zweimal verwenden wollen, nachdem schon an dessen Ende das Gesamte als «sehr gut» (Bereschit 1:31) bezeichnet werde, womit die Harmonie der Einzelteile ausgedrückt und in welcher auch der Mensch mit einbegriffen sei. Das ist aber kaum plausibel; vielmehr steht beim Menschen deshalb nicht, dass seine Erschaffung «gut» war, weil der Mensch die Wahl des Guten selbst in der Hand hat. Besonders deutlich formuliert ist dies in Hilchot Teschuwa 5:1-2 des Maimonides. Dort heißt es klar, dass es jedem Menschen frei steht, den guten oder den bösen Weg einzuschlagen. «Der Schöpfer bestimmt nicht über den Menschen, gut oder böse zu sein.» Deshab kann die Tora den Menschen nach seiner Erschaffung nicht als «gut» bezeichnen, und es entsteht auch kein Widerspruch zwischen dem Abschluss der Schöpfung, der als «sehr gut» bewertet wird und der ersten Bilanz der Menschheit vor der Sintflut, wo es heißt: «Gott sah, dass des Bösen viel auf der Erde ist und der ganze Antrieb der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.» (Bereschit 6:5) Vielmehr stehen Werk und Schöpfung Gottes hier Werk und Gedankenantrieb des Menschen gegenüber. Der Mensch als handelndes Wesen kann also nicht schlicht als «gut» bezeichnet werden. Unabhängig davon aber heißt es zu seiner Form der Existenz, noch bevor er überhaupt etwas getan hat, ausdrücklich, sie sei «nicht gut». Bevor nämlich der Mensch in Mann und Frau aufgeteilt wird, steht: «Das Alleinsein des Menschen ist nicht gut.» Umberto Cassuto (1883-1951) hebt in seinem Werk «Von Adam zu Noah» hervor, dass der Zustand durch das hier für «nicht» verwendete hebräische «lo» als absolut «nicht gut» beschrieben wird, während das Wort «eijn» für «nicht» einen bloß momentan nicht guten Zustand ausgedrückt hätte. Was aber ist «nicht gut» am Alleinsein des Menschen? Im Talmud (Jebamot 2b) wird erklärt, ein Mann ohne Frau entbehre der Freude, des Segens und des Guten. Eine andere Meinung (Jebamot 63a) sieht praktische Gründe für das Zusammenleben im Vordergrund, die Arbeitsteilung zwischen den Partnern. Denn der Mann bringe nur das rohe Getreide, den rohen Flachs heim, das Brot beziehungsweise das Kleidungsstück mache seine Frau daraus. Owadja Sforno (1475-1550) fügt dieser praktischen Begründung eine Dimension bei: Der Mensch erfülle seine Aufgabe als Ebenbild des Herren nicht, wenn es sich alleine um seine praktischen Bedürfnisse kümmere. «Nicht gut» ist für Sforno also gleichbedeutend mit einem Makel an der Vollkommenheit des Menschen, die nur durch Zusammenarbeit und Arbeitsteilung erreicht werden kann. Raschi allerdings schlägt eine ganz andere Richtung ein, indem er (gestützt auf den Midrasch Pirkei de Rabbi Elieser 12) erklärt, es sollten nicht zwei Bereiche entstehen, wovon der obere für den Bereich Gottes, der untere für den des Menschen gehalten worden wäre. Der Mensch, nach Raschis Erklärung eine Zusammensetzung von irdischem Körper und überirdischem Geist, kann erst durch das Gesetz der zwischenmenschlichen Paarung daran gehindert werden, sich selbst zum - auf Erden allein regierenden - Gott aufzuschwingen. Nur so kann er der ihm von Gott zugedachten Rolle entsprechen. Andere Kommentatoren haben sich über Raschi gewundert. Warum verzichtet er auf die übliche, psychologische, sozial und wirtschaftlich motivierte Begründung für die Notwendigkeit der Partnerschaft, wie wir sie im Talmud gesehen haben, um hier mit dem Midrasch rein theologisch zu argumentieren? Wie in Raschis gesamten Kommentar liegt auch hier seiner Überlegung eine genaue sprachliche Analyse des Tora-Textes zugrunde. Denn es steht im Vers nicht geschrieben: «Es ist nicht gut für den Menschen, allein zu sein», sondern: «Das Alleinsein des Menschen ist nicht gut.» Es geht also nicht um das subjektive Empfinden des Menschen gegenüber seinem Alleinsein, sondern um eine objektive göttliche Feststellung. Aus diesem Grunde wird auch bei der Schöpfung der Frau, gleich wie im zusammenfassenden Schöpfungsbericht über die Erschaffung des Menschen, im Text das göttliche Handeln betont. Heißt es bei der Erschaffung des Menschen: «Der Herr sagte, machen wir einen Menschen nach unserem Ebenbild» (Bereschit 1:26), so bei der Schöpfung der Frau: «Ich werde ihm einen Gehilfen ihm gegenüber machen.» (Bereschit 2:18). Cassuto zeigt, dass dieser Begriff «einen Gehilfen ihm gegenüber» für die Schaffung des weiblichen neben dem männlichen Geschlecht die ethische Grundrichtung des zweiten Kapitels andeutet, anders als in der rein physikalischen Darstellung der Schöpfungsgeschichte, wo es pragmatisch heißt: «Als Mann und Weib schuf er sie». (Bereschit 1:27). Allerdings wirken die beiden Begriffe «ein Gehilfe» und «ihm gegenüber» fremdartig nebeneinander. Raschi fasst die in der Zusammenstellung der Begriffe enthaltene Dialektik der Partnerschaft, gestützt auf Jebamot 63a, so zusammen: «Verdient er (der Mann) es, ist die Frau „ein Gehilfe" - verdient er sie nicht, steht sie „ihm gegenüber" zum Kampf».
Die Noachidischen Sidra Noach Samstag, den 13. Oktober 2007 den 1. Cheschwan 5768 (Rosch Chodesch) Toralesung: Bereschit 6:9-11:32 Haftara: Jeschajahu 54:1-55:5
Der Tora-Abschnitt für diesen Schabbat handelt von Noach. Der Text ist von ganz besonderer Bedeutung weil er mehrere Vorschriften enthält, die auch für die Zukunft wesentlich sind. Wir erwähnen in diesem Zusammenhang die so genannten «noachidischen Gebote». Diese sind noch vor der Sinai-Offenbarung gegeben worden und gelten für alle Menschen verbindlich, also keineswegs nur für Juden. Man geht davon aus, dass sie den Kindern Nochas gegeben wurden und deshalb für die gesamte Menschheit verpflichtend sind. Der Gedanke ist, dass - wie es in unserem Text heißt - die ganze Erde von Noachs Kindern besetzt war. Die sechs grundlegenden Gebote, um die es sich hier handelt sind: Das Verbot des Götzendienstes, das Verbot der Gotteslästerung, das Gebot, Gerichtshöfe zu errichten, das Verbot zu töten, das Verbot, die Ehe zu brechen, und das Verbot des Raubs. Schließlich ein siebtes Gebot, dass die Menschen kein Fleisch lebender Tiere essen dürfen. Man ging also davon aus, dass jeder Mensch dazu in der Lage ist und zugleich verpflichtet, ein Minimum an religiösen und rechtlichen Regeln zu beachten. Die rabbinische Tradition unterscheidet in diesem Zusammenhang drei Typen von Heiden: den «Nochri», der die noachidischen Gebote nicht hält, den «Ben Noach», der sie beachtet sowie den «Ger Toschaw», der öffentlich vor einem Gerichtshof erklärt hat, dass er diese sieben Gebote einhalten werde. Ihm wurde das Vorrecht eingeräumt, als Fremder im Lande Israel zu wohnen. Das Judentum spricht den Außenstehenden das Heil nicht ab, denn nach jüdischer Vorstellung werden alle Nicht-Juden, welche die Noachidischen Gebote beachten, am Heil und am Lohn in der kommenden Welt Anteil haben. Das Einhalten der ethischen Gebote bedeutet eine rechtliche Beziehung. Gottes Bund mit Noach schuf daher die Rahmenbedingungen, innerhalb derer es möglich wurde, von Geboten zu sprechen. In unserem Tora-Abschnitt findet sich eine Reihe von Geboten, die auch für die spätere Zeit noch Bedeutung haben. Wir erwähnen hier das Verbot des Blutgenusses, ferner das Verbot der Selbstverletzung und des Selbstmordes. Dieser ist uns in der Hebräischen Bibel nur einmal bekannt, es handelt sich um den Tod von Ahitofel (2. Samuel 17:23). Noach ist in der Religionsgeschichte Israels wichtiger als es vielleicht zunächst erscheinen mag. Gott schloss mit ihm den ersten Bund, der überhaupt mit einem Menschen geschlossen wurde. Ferner wird in unserem Tora-Abschnitt über die Schöpfungsgeschichte darauf verwiesen, dass der Mensch im Ebenbilde Gottes erschaffen wurde. Die Pflicht, Kinder zu haben, wurde von dem Vers abgeleitet: «Seid fruchtbar und mehret euch.» (Bereschit 9:1-7). Auch hier wird auf den Schöpfungsbericht Bezug genommen. Noach wird in der Tora als eine positive Gestalt dargestellt. Es ist daher kein Zufall, dass der Prophetenabschnitt für diesen Schabbat (Jeschajahu 54) eine Verheißung von größter Kraft darstellt. Es heißt dort: «Denn Berge mögen wohl weichen und Hügel wanken, doch meine Huld soll nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Ewige, dein Erbarmer.»
Partikularismus und Universalismus Sidra Lech Lecha Sonnabend, den 20. Oktober 2007 den 8. Cheschwan 5768 Toralesung: Bereschit 12:1-17:27 Haftara: Jeschajahu 40:27-41:16 Gerechte wie Frevler vernichten?
Maimonides beginnt die Hilchot Awoda Zara (Gesetze über den Götzendienst) mit einem Abriss der Geschichte des Glaubens seit der Schaffung der Menschheit. In den Tagen Enoschs kam es danach zu einem grundlegenden Irrtum der Menschheit, indem der Glaube eingesetzt habe, auch die Gestirne, die Gott oben im Himmel platziert hatte und die in einem weiteren Zusammenhang mit dem Planeten Erde standen, seien nach Gottes Willen einer bestimmten Würdigung wert, so wie ein König sich selbst zu Ehren die Ehrung seiner Würdenträger verlangt. So begann man den Gestirnen eigene Tempel zu bauen und Opfer darzubringen. Das bedeute nicht etwa, dass die Menschen in ihrem Glauben von Gott abkamen und an die Gestirne als eigenständige Götter glaubten. Obwohl sie um die Macht und Einzigkeit Gottes wussten, verfielen sie dennoch in den Irrglauben, sich durch einen Dienst am den Sternen Seinen Willen zuzuziehen. Mit der Zeit aber standen falsche Propheten auf, die beanspruchten, direkt im namen Gottes die Menschheit zum Dienst an diesem oder jenem Gestirn aufzufordern, wobei sie selbstgeschaffene Symbole als Symbole dieser Sterne ausgaben. So führten sie einen eigenständigen Bilderdienst ein, mitsamt einem Kultus und einer Priesterschaft. Schließlich begannen Betrüger vorgeblich im Namen der Sterne selbst zu sprechen, einen bestimmten Götzendienst und Verhaltensregeln zu verkünden. So wuchsen mit der Zeit Generationen heran, die von Gott nichts mehr wussten und Ihn nicht kannten. Die ganze Erziehung und das Wissen der Gelehrten selbst war nur noch auf diese Götter gerichtet, und bloß einzelne wie Methusalem, Henoch, Noach, Schem und Ewer wussten noch von Gottes Existenz. So entwickelte sich die Welt bis zur Geburts Abrahams. Dieser begann sich Tag und Nacht zu überlegen, wie es möglich war, dass der Lauf der Welt immer diesen Weg gegangen und ohne führende Kraft gewesen sei. Da er es als unmöglich erkannte, dass sich der Kosmos selbst organisiert, fragte er sich, wer dies täte. Ein vollkommener Autodidakt, begann er zu begreifen, dass es einen einzigen alles dirigierenden Gott gebe, neben dem keine weitere Gottheit existierte. Abraham erkannte, dass alle um ihn herum irrten. Als er gedanklich über sie hinauswuchs, wollte ihn der König (Nimrod) töten, doch er wurde durch ein Wunder gerettet. Er ging nach Harran, begann dort, die Götzenbilder zu zerschlagen und die Sinnlosigkeit aller Gottesdienste außerhalb des Dienstes an den Einen Gott zu verkünden. Und so ging er verkünden von Stadt zu Stadt und von Reich zu Reich, bis er nach Kanaan kam. Soweit Maimonides. All die inneren und äußeren Kämpfe Abrahams, auf die Maimonides sich hier bezieht, sind im Text der Tora nicht erwähnt, sondern wurden später von den Gelehrten in Midrasch und Aggada erzählt. [...] Bei der ersten und bei der letzten Prüfung, die Abraham zu bestehen hat, verwendet Gott dieselbe Aufforderungsformel, nämlich «lech lecha»», «gehe hinfort»:Beim Weggang aus dem Haus des Vaters und bei der Bindung Issaks, wo Abraham mit derselben Formel auf den Weg geschickt wird. (Bereschit 22:2). Bei der ersten Prüfung muss er sich von seiner Vergangenheit lossagen, bei der letzten Prüfung muss er, wie er im Augenblick seiner unbedingten Zustimmung meint, auf seine Zukunft, seinen Sohn, verzichten. In den beiden Sidrot Lech Lecha und Wajera, zwischen dem Verzichten auf Vergangenheit und Zukunft, durchläuft Abraham Prüfung um Prüfung, Offenbarung um Offenbarung. Benno Jacob (1862-1945), der liberale Bibelkommentator, macht auf den fünffachen Gebrauch des Wortstammes «Segen» in den zitierten drei Sätzen 12:1-3 aufmerksam. Dies entspricht zahlenmäßig der fünffachen Nennung des Begriffs «Licht» bei der Weltschöpfung. Mit Abraham, so Benno Jacob, wird eine zweite Welt geschaffen, eine Welt, in welcher die Menschheit ihren Segen durch einen Menschen erhält.
Der Schrei von Sidra Wajera Sonnabend, den 27. Oktober 2007 den 15. Cheschwan 5768 Toralesung: Bereschit 18:1-22:24 Haftara: 2. Melachim 4:1-37
«Gott sprach: das Geschrei Sodom und Gomorrhas, da es viel geworden ist, und ihre Vergehen, da sie schwer geworden sind, Ich werde doch hinabsteigen und sehen, ob sie wie ihr Geschrei, das zu Mir dringt, getan haben.» (Bereschit 18:21-21) Es besteht hier eine sprachliche Schwierigkeit. Der Ausdruck «ihre Vergehen» steht auf hebräisch in der 3. Person Plural männlich («chatatam»), der Ausdruck «ihr Schreien» in der 3. Person Singular weiblich («za' akatah»). Die englische Übersetzung der King James-Version übersetzt «za' akatah» mit «the cry of it», setzt also für den weiblichen Singular die Stadt ein (das hebräische «ir» für Stadt ist ja auch weiblich), was der einfachen Auslegung des Textes gerecht wird. Doch die Verfasser des Midrasch begnügen sich nicht mit dieser Lösung der Frage. Vielmehr bezogen sie den weiblichen Singular «ihr» auf eine junge Frau, Lots Tochter. In den Pirkei de Rabbi Elieser 25 heißt es, in Sodom sei ausgerufen worden, jeder, der einen Armen oder einen Fremden durch ein Stück Brot unterstütze, werde verbrannt. Lots Tochter Plotit, die mit einem noblen Sodomiter verheiratet war, sah einen Armen in der Stadt und erbarmte sich seiner, so dass sie jeden Tag, wenn sie Wasser schöpfen ging, von all den Lebensmitteln, die sie zu Hause hatte, etwas in ihren Krug tat und ihn so unterhielt. Die Sodomiter fragten sich, wovon der Arme lebe, bis sie die Wahrheit herausfanden und beschlossen, Lots Tochter zu verbrennen. Da schrie sie Gott an, er solle die Bewohner Sodoms richten. Ihr Schrei erreichte den göttlichen Thron, und da sprach Gott: «Ich werde doch hinabsteigen und sehen, ob sie wie ihr Geschrei, das zu mir dringt, getan haben.» Zwei Gedanken sind in diesem Midrasch enthalten. Erstens: Die Verderbtheit Sodoms, die nur noch durch seine gänzliche Zerstörung aufgehoben werden kann, so erklärt dieser Midrasch, ist das soziale Übel. Dabei ist nicht einmal so sehr ein aktives Fehlverhalten gemeint wie ein Unterlassen von Hilfe, wie es der Prophet Ezechiel sagt: «Siehe, dies war die Untat deiner Schwester Sodom: Stolz, Sattheit von Brot und sorglose Ruhe hatten sie und ihre Töchter, und den Armen und Elenden unterstützte sie nicht.» (Ez 16:49) Doch damit ist noch nicht der Höhepunkt des Verwerflichen erreicht. Dieser tritt ein, wenn die Unterstützung der Bedürftigen offiziell verboten und unter Strafe gestellt wird, wie es im Midrasch geschildert wird. Das Böse wird nicht mehr verschämt, versteckt begangen, es kommt auch nicht in einem spontanen Ausbruch einer aufgehetzten Menge zum Ausdruck, sondern es hat sich als Gesetz und als öffentliche Ordnung etabliert, und wer aus einem spontanen Impuls, seinem Herz gehorchend, dieses Gesetz übertritt, wird für todeswürdig befunden. Zweitens: Die eine Tat, das eine Schreien einer einzelnen Person (der Tochter Lots) entscheidet über Sein und Nichtsein der Stadt Sodom. Maimonides erklärt in Hilchot Teschuwa 3:4. jeder Mensch habe sich selbst dauernd so zu betrachten, als schwebe nicht nur er selbst, sondern die ganze Welt im Zustand zwischen Gut und Böse. Mit einer schlechten Tat bringe er die ganze Welt in ein negatives Ungleichgewicht und zur Zerstörung, mit einer einzelnen guten Tat kann er sie retten. So wie jeder Mensch ein unverwechselbares Individuum ist, so ist auch jede Tat ein individueller, unwiederholbarer Akt, der den Lauf der ganzen Welt beeinflussen kann. Denn der Mensch ist nicht ein Staubkorn oder ein unwesentliches Schräubchen im Getriebe, sondern Ebenbild Gottes mit einer Verantwortung für sich selbst, der Gesellschaft, der Welt gegenüber. Jede kleinste Tat kann Folgen für seine Umgebung und für eine weite Zukunft haben.
Die Kommentare stammen von Nechama Leibowitz (1905 - 1997), der wohl bekanntesten Bibelpädagogin Israels und Die gekürzten Texte sind
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